Liedverzeichnis

  • Titel
  • Nummer (DL)
  • Nummer (DL Gottesdienst)

„Bless the Lord, oh my soul“ – „Lobe den Herrn, meine Seele“. Der Bezug zu Psalm 103 im Refrain ist eindeutig, auch in der nächsten Zeile: „Worship his holy name“ – „und was in mir ist, seinen heiligen Namen“.
Interessant ist auch, wie aus dem „Worship his holy name“ (Reden über Gott) wenig später „I’ll worship your holy name“ (Reden mit Gott) wird. Ein Perspektivwechsel des Beters, wie er auch in vielen Psalmen immer wieder vorkommt.

Stark ist die Ewigkeitsperspektive in der dritten Strophe: „Und wenn am Ende die Kräfte schwinden, / wenn meine Zeit dann gekommen ist, / wird meine Seele dich weiter preisen.“

In DAS LIEDERBUCH (Band 1) ist das Lied nur mit englischem Originaltext und unter „GLAUBEN – Danke sagen“ bei den Lobliedern zu finden. In „DAS LIEDERBUCH Gottesdienst“ ist es als Morgenlied einsortiert und ist zudem mit der deutschen Übersetzung abgedruckt, die sich in der Zwischenzeit durchgesetzt hat.

Zwei musikalische Stolperfallen seien erwähnt:
Was die Rhythmisierung jeweils des dritten Takts von Strophe 2 und 3 betrifft, hat sich in vielen Gemeinden schon etabliert, dass diese Stelle an den entsprechenden Rhythmus von Strophe 1 angeglichen wird.
Der erste Akkord (A-Dur) ist in diesem Fall nicht die Grundtonart des Stückes. Auch wenn das bei vielen Liedern so sein mag – bei diesem Lied ist der erste Akkord die 4. Stufe (Subdominante) im E-Dur-Kontext.

Text: Matt Redman, Jonas Myrin; dt. Text: David Schnitter, David Hanheiser
Musik: Matt Redman, Jonas Myrin
© 2011 Thankyou Music; Für D, A, CH: SCM Hänssler, Holzgerlingen / © 2011 Atlas Mountain Songs; Für D, A, CH: Universal Music Publishing, Berlin

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Mit anschaulicher, bildhafter Sprache beginnt dieses Abendlied: „Langsam nähert sich die Nacht, schleicht stumm um das Haus, / hüllt die Welt in Tücher ein, knipst die Lichter aus.“ Die Strophen beschreiben sowohl einen Tagesrückblick als auch einen vorsichtigen Blick in die Zukunft („Vieles, das mich fragen lässt / wie es weitergeht.“ – Strophe 2). Im Refrain wird alles vertrauensvoll in Gottes Hand gelegt.

Dieses Lied stammt von der Band „Ararat“ und war schon in „Feiert Jesus! 4“ und „DAS LIEDERBUCH (Band 1)“ abgedruckt.

Bemerkenswert ist, dass die Grundtonart als reiner D-Dur-Akkord nur ganz am Ende des Lieds (letzter Akkord des Refrains) erklingt – bis dahin taucht D-Dur nur als Durchgangsakkord auf, der Geist bleibt bis dahin quasi noch „in Bewegung“.
Die synkopierte Melodie – v.a. in den Strophen – erfordert ein klares, führendes Viertelpuls-Gefühl in der Begleitung.

Text: Bianca Poppke
Musik: Bianca Poppke, Hans-Joachim Eißler
© Edition Invest in Stars / Rolf Budde Musikverlag GmbH, Berlin / Werkall Recordings Musikverlag, Ulm

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Dieses Lied ist unter dem Eindruck eines “letzten Abendmahls” am Bett eines sterbenden Menschen entstanden.
Das innere Bild vom „Weg“ zieht sich schon durch die ersten beiden Strophen:
„Stärk dich für den Weg“, „Halt an auf dem Weg“, „Wo nur ist der Weg?“ – jeweils mit der Erinnerung, „dass Jesus mit dir geht“. Auch der Refrain greift dieses Bild auf („Der Himmel geht voran“ und „einmal kommst du an“), bis es dann in Strophe 3 noch weitergeführt wird: „Jesus ist der Weg“.

Text: Tabea Hartmann
Musik: Tabea Hartmann
© buch+musik ejw-service gmbh, Stuttgart

Das „Männertrio“ Schlüter, Wörner, Harter hat bei einer gemeinsamen Songwriting-Session bewusst ein Portal-Lied geschrieben, mit dem man gut in einem Gottesdienst „landen“, ankommen kann. Oft versuchen die verantwortlichen Leiterinnen oder Musiker die Gemeinde einleitend zu motivieren, sich nun auf eine Zeit der Gottesbegegnung einzulassen und einzustellen – mit diesem Lied motiviert sich die singende Gemeinde quasi selbst. „Alle Augen auf dich!“ Diese Selbstaufforderung kennen wir natürlich auch aus den Psalmen: „Lobe den Herrn, meine Seele!“ (Ps 103,1). Na dann: Let’s do it! Alle Augen auf ihn.

Die synkopierte Melodie – v.a. in den Strophen – erfordert ein klares, führendes Viertelpuls-Gefühl in der Begleitung. Dieses Feeling wird helfen, einen Rahmen zu geben und auch jene Takte gut zu füllen, in denen die Melodie Pause hat (Takt 7+8 in der Strophe oder im Refrain nach jeweils vier Takten).

Text: Mitch Schlüter, Tobi Wörner, Daniel Harter
Musik: Mitch Schlüter, Tobi Wörner, Daniel Harter
© 2017 SCM Hänssler, 71087 Holzgerlingen

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Ein dreistimmiger Kanon, der 2013 speziell für DAS LIEDERBUCH (Band 1) zu dem bekannten Tischgebet entstanden ist. Der Reiz dieses Kanons ist der polyphone Groove, der sich aus den einzelnen Stimmen ergibt. Der Auftakt zur und in der zweiten Zeile bringt mit den Sechzehnteln den gewissen Schwung ins Gefüge. Die dritte Stimme ist die einfachste Stimme.

Wichtiger Hinweis: Der erste Akkord (A-Dur) ist in diesem Fall nicht die Grundtonart des Stückes. Auch wenn das bei vielen Liedern so sein mag – bei diesem Kanon ist der erste Akkord die 4. Stufe (Subdominante) im E-Dur-Kontext.

Ein Kanon ist ja eine wunderbare musikalische Form: In kurzer Zeit lernt eine Gruppe gemeinsam eine nicht zu umfangreiche Melodie – und kann dann mit geringem Aufwand mit eben nur dieser Melodie sogar mehrstimmig singen!

In „DAS LIEDERBUCH Gottesdienst“ wurde darauf geachtet, dass die Taktstriche genau untereinanderstehen, sodass die drei Kanonzeilen als „Partitur“ gelesen werden können. Auch wenn das in diesem speziellen Fall bedeutet, dass in manchen Takten die Proportionen und Abstände nicht ganz stimmen (v.a. in Takt 1).

Text: mündlich überliefert
Musik: Hans-Joachim Eißler
© Melodie: buch+musik ejw-service gmbh, Stuttgart

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Der Prediger Salomo stellt nüchtern fest: „Alles hat seine Zeit“ (Prediger 3,1-8). Und Psalm 31 wendet sich an Gott und spricht: „In deiner Hand steht meine Zeit“.
Dieser „Gott der Hoffnung und des Lebens“ will dafür Sorge tragen, dass unser Leben nicht nur irgendwie verbrachte Zeit (griechisch „chronos“ genannt), sondern gefüllte und erfüllte Zeit (griechisch „kairos“) ist.

Text: Evelyn Krimmer
Musik: Evelyn Krimmer, Hnas-Joachim Eißler
© 2019 SCM Hänssler, Holzgerlingen

Ein Lied, das in den drei Strophen in ausdrucksstarken Bildern viel Mut zum Glauben macht, ohne eine gewisse Hin-und-Hergerissenheit zu verschweigen: „Es gibt ein Licht, das uns den Weg weist, / auch wenn wir jetzt nicht alles sehn. / Es gibt Gewissheit unsres Glaubens, / auch wenn wir manches nicht verstehn.“

Strophe 1 und Strophe 2 werden direkt nacheinander gesungen. Der Refrain kommt erstmals nach Strophe 2 – was auch inhaltlich wichtig ist, weil am Ende von Strophe 2 erstmals ausgesprochen wird, wer der Grund dafür ist, dass wir diese Hoffnung haben: „Ein Stück vom Himmel hier auf Erden in Jesus Christus, Gottes Sohn“.

Der Refrain beschreibt dann diesen Jesus Christus mit starken Sätzen: „Er ist Zentrum der Geschichte“, „Anker in der Zeit“, „Ursprung allen Lebens“, „unser Ziel in Ewigkeit“.

Dieses Lied ist inzwischen schon ein „Klassiker“, also ein popmusikalisches Kernlied.
Hinweis: Bei der Melodie in den letzten vier Takten ist nun in verschiedenen Liederbüchern eine Melodie-Version „überliefert“ worden, bei der sich beide „Ziel in Ewigkeit“-Stellen melodisch unterscheiden. Im Original von Albert Frey wird die Melodie jedoch wohl beides Mal gleich gesungen, und zwar beides Mal so wie in den letzten beiden Takten.

Text: Albert Frey
Musik: Albert Frey
© 2000 SCM Hänssler, 71087 Holzgerlingen für Immanuel Music, Ravensburg

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Zwischen Rückblick auf das Zurückliegende und Ausblick in die Zukunft können wir ganz im „Jetzt“ bei Gott ankommen. In den Strophen werden diese drei Dimensionen beleuchtet:
„Mittendrin im Leben komm ich bei dir an“ (Gegenwart) – „Hinter mir die Spuren der Vergangenheit“ (Rückblick/Vergangenheit) – „Vor mir offne Türen, unbekanntes Land“ (Zukunft).
Der Refrain greift dann diese drei Zeit-Achsen noch einmal auf: „Ich will dir vertrauen“ – das tue ich jetzt, in der Gegenwart. Ich lasse los, was mich belasten kann („Ich geb dir das, was war“). In der letzten Zeile das Vertrauen für die Zukunft: „Auf allen meinen Wegen weiß ich: Du bist da.“

Die einfache, fast kinderliedartige Melodie ist sehr eingängig und leicht lernbar. Der Akkord im vierten Takt des Refrains (A-Moll bei „war“) wirkt dabei als kleine Überraschung.

Text: Hans-Joachim Eißler, Steffi Neumann
Musik: Steffi Neumann, Hans-Joachim Eißler
©2019 SCM Hänssler, Holzgerlingen

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Der Refrain ist die musikalische Umsetzung des Einleitungstextes einer Morgenliturgie, die in DAS LIEDERBUCH (Band 1) abgedruckt ist:
„Aufstehen heißt, vor dir stehen, Herr. Aufstehen heißt, du stehst zu mir. Aufstehen heißt, ich nehme den neuen Tag aus deiner guten Hand.“ (Gottfried Heinzmann nach Ignatius Loyola; DL – Seite 372)

Strophe 1 beschreibt das Aufwachen „nach einer guten Nacht“, während Strophe 2 die Sorgen „nach einer schweren Nacht“ anspricht. In Strophe 3 kommt beides – Positives und Spannungsvolles – zum Tragen in Verbindung mit einer entlastenden Zusage Gottes.

Eine musikalische Stolperfalle sei erwähnt:
Am Schluss des Refrains ist ein zusätzlicher 2/4-Takt eingefügt, um mehr Zeit zum Atmen zu gewähren. Die Strophe danach beginnt mit einer Viertelpause. Es empfiehlt sich daher, dieses Lied nicht rein instrumental, sondern mit einer sicheren Gesangsstimme zu begleiten.

Text: Gottfried Heinzmann
Musik: Gottfried Heinzmann, Hans-Joachim Eißler
© buch+musik ejw-service gmbh, Stuttgart

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Dieses Lied wurde eins der bekanntesten Lieder der Band „Gracetown“. In DAS LIEDERBUCH (Band 1) ist das Lied unter „LIEBEN – mich selbst entdecken“ zu finden, weil das Thema Selbstannahme in den Strophen so stark anklingt:
„Wie gut du von mir denkst war mir nicht klar. / Lass mich durch deine Augen sehn, / erkennen, welchen Mensch du in mir siehst.“ (Strophe 1) – „Lass mich jetzt glauben und verstehn, / dass du mich wirklich liebst, so wie ich bin.“ (Strophe 2).

In „DAS LIEDERBUCH Gottesdienst“ ist es nun unter „STATIONEN – Taufe, (Goldene) Konfirmation“ einsortiert, da grade mit diesen seelsorgerlichen Strophen das Thema „Identität“ in der Konfi-Zeit gut angesprochen werden kann.

Text: Claus-Peter Eberwein, Juliane-Eva Eberwein
Musik: Claus-Peter Eberwein
© 2010 Gracetown Publishing bei SCM Hänssler, 71087 Holzgerlingen

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Dieses Lied ist inzwischen schon ein „Klassiker“, also ein popmusikalisches Kernlied. Es stammt aus dem Konzeptalbum „Felsenfest – Musikalische Fenster zur Bergpredigt“ von Christoph Zehendner (Text) und Johannes Nitsch, Hans Werner Scharnowski und Manfred Staiger (Musik) (Gerth Medien, 1994).

Es empfiehlt sich, immer zwei Strophen zusammenzufassen – auch wenn die Strophen-Aufteilung im Original etwas anders ist.

Hinweis: Bei der musikalischen Begleitung kann ja der Aspekt der „Stille“ durch entsprechende Dynamik unterstützt werden – sollte jedenfalls nicht durch zu große Lautstärke konterkariert werden.

Der dreistimmige „enge“ Satz im Refrain funktioniert entweder als reiner „Frauenchor“. Oder (sicherlich gebräuchlicher) so, dass die mittlere Stimme als Altstimme und die untere Stimme als Tenor (Männerstimme in hoher Lage) gesungen wird.

Text: Christoph Zehendner
Musik: Hans Werner Scharnowski
© 1994 Auf den Punkt, Siegen

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Der Refrain schafft einen Bezug zur biblischen Emmaus-Geschichte: „Bleibe bei uns; denn es will Abend werden“ (Lukas 24,29). Die Strophen drücken tiefes Vertrauen aus in Gottes Liebe, in seine Übersicht, seine Kraft und Inspiration.

In Strophe 3 könnte es Irritationen geben bei der Zeile „Du liebst das Leben ungezügelt“, weil dieses Adjektiv sonst eher negativ konnotiert ist. Hier ist wohl gemeint, dass Gott es liebt, wenn wir frei und „ohne Fesseln“ leben können.

Text: Martin Buchholz
Musik: Martin Buchholz
© 2018 Martin Buchholz

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Dieses Lied stammt aus der Feder der nordirischen Band „Rend Collective“.

Der Refrain greift Hebräer 4,16 auf: „Darum lasst uns freimütig hinzutreten zu dem Thron der Gnade, auf dass wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden und so Hilfe erfahren zur rechten Zeit.“
Die Dynamik des Liedes entwickelt sich jeweils im Laufe der Strophe und beginnt zurückhaltend, steigert sich dann zum Ende der Strophen hin zum Refrain (wobei auf Strophe 1 direkt Strophe 2 folgt). Den dynamischen Höhepunkt bildet dann die Bridge mit dem Aufruf zum Lob: „Preist den Herrn!“.

Text: Rend Collective; dt.Text: Simon Gottschick
Musik: Rend Collective
© 2014 Thankyou Music / Für D, A, CH: SCM Hänssler, Holzgerlingen

Dieses Lied stammt von dem Konzeptalbum „Bis du kommst – Lieder zum Gottesdienst“.
Im CD-Booklet schreibt Albert Frey: „Die Begegnung mit Jesus im Mahl bringt uns zum Staunen, wie klein und verfügbar er sich macht. Trotz unserer Unvollkommenheit, ja gerade darin kommt er zu uns. Schon die Pharisäer konnten das nicht verstehen und beklagten sich über seinen ‚schlechten Umgang’. Er ist der ‚Bruder der Armen’, der ‚Freund aller Sünder’. Jesaja sagt diese Haltung des Erbarmens in den Liedern vom Gottesknecht als Erkennungszeichen des neuen Gottesreiches voraus.“

Weitere Lieder aus diesem CD-Projekt, die in diesem Liederbuch sind: „Kyrie“ (Nr. 11), „Ich glaube“ (Nr. 27), „Verwandle unsre Gaben“ (Nr. 29), „Heilig, heilig, heilig“ (Nr. 31), „Lamm Gottes“ (Nr. 35), „Christus, höre uns“ (Nr. 37).
Außerdem aus dieser Reihe bekannt ist noch „Unser Vater“ (DL 1 Nr. 49).

Text: Albert Frey
Musik: Albert Frey
© 1997 SCM Hänssler, 71087 Holzgerlingen für Immanuel-Music, Ravensburg

Im Original ist dieser „Höre uns“-Chorus der Refrain eines kompletten Fürbitte-Lieds, bei dem die drei Strophen im Sprechgesang „gerappt“ werden.

Hier beispielsweise die erste Strophe:
„Lasst uns beten für die Menschen, die wir jeden Tag sehn, / für den Partner, für die Kinder, die den Weg mit uns gehn. / Was wir wollten, was wir sollten, was wir mal versprochen haben, / ist nicht das, was wir geben, leben, tun an allen Tagen. / Herr, du siehst unsre Not, siehst die Liebe, die uns fehlt. / Unsre Kraft reicht nicht aus, wenn deine Liebe uns nicht hält. / Fülle uns mit deinem Geist, gib uns Glaube, Liebe, Hoffnung. / Voll Vertrauen bitten wir dich: / (Christus, höre uns. / Christus, erhöre uns.)

Dieses Lied stammt von dem Konzeptalbum „Bis du kommst – Lieder zum Gottesdienst“, in dem Albert Frey alle Stücke der Messe popmusikalisch umgesetzt hat.

Weitere Lieder aus diesem CD-Projekt, die in diesem Liederbuch sind: „Kyrie“ (Nr. 11), „Ich glaube“ (Nr. 27), „Verwandle unsre Gaben“ (Nr. 29), „Heilig, heilig, heilig“ (Nr. 31), „Lamm Gottes“ (Nr. 35), „Bruder der Armen“ (Nr. 38).
Außerdem aus dieser Reihe bekannt ist noch „Unser Vater“ (DL 1 Nr. 49).

Text: Albert Frey
Musik: Albert Frey
© 1997 SCM Hänssler, 71087 Holzgerlingen für Immanuel-Music, Ravensburg

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Dieses Lied war in Württemberg das Mottolied zum Reformationsjubiläum 2017. Das Motto des ganzen Jubiläumsjahres war „Da ist Freiheit“ – nach dem Bibelvers aus 2. Korinther 3,17 „Wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit“.

Die Strophen beschreiben einzelne Szenen, in denen sich etwas zum Guten wendet. Da sind dann ganz frische Spuren von Gottes Geist zu sehen: Versöhnung nach Streit, Getröstet-Werden, Zusammenstehen trotz Verschiedenheit. Das sind quasi Gottes Duftmarken in unserem Leben. An solchen Stellen können wir Gottes Geist „auf frischer Tat ertappen“. „Da sehen wir, was Gott bewegen kann. Gottes Geist befreit und fängt was Neues an.“

Die beschriebenen Szenen werden im Refrain dann wie konkrete Orte aufgegriffen: Wo solche Dinge passieren, „da will ich hin, denn da ist Freiheit!“.

Text: Gottfried Heinzmann, Hans-Joachim Eißler
Musik: Gottfried Heinzmann, Hans-Joachim Eißler
© buch+musik ejw-service gmbh

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In der Passionszeit und rund um den Karfreitag stellt sich immer wieder die Frage, wie die Botschaft vom Kreuz transportiert werden kann. Immer wieder wird dabei Kritik laut, dass die Betonung an manchen Stellen zu sehr auf Schuld und Versagen, Tod und Opfer liegen würde – und dass diese Bilder zu sehr niederdrücken würden und zu wenig erbauend wären.

Auf diesem Hintergrund setzt das Lied „Dafür steht das Kreuz“ einen wohltuenden Gegenakzent: Es führt eine ganze Reihe von hellen, positiven Vergleichen auf. „Gnade, nicht Gericht, Hoffnung, nicht Verzweiflung – bringt uns Jesus durch das Kreuz.“ – oder dann im Refrain: „Für Licht in der Dunkelheit, für Rettung zur rechten Zeit – dafür steht das Kreuz.“ Ein Passionslied mit reihenweise Lichtblicken.

Text: Sam Samba, David Schweitzer
Musik: Sam Samba, David Schweitzer
© 2017 SCM Hänssler, 71087 Holzgerlingen

Sieht Gott unser dankbares Herz? Auch dann, wenn wir ausgelaugt sind, wenn wir müde geworden sind, wenn wir es vielleicht nicht mal mehr schaffen zu beten? Dieses Lied antwortet darauf nicht mit einem vollmundigen „Ja“ und bleibt auch im Refrain realistisch vorsichtig.

In der dritten Strophe klingt dann die Zuversicht an, dass Gott unseren Dank hört, selbst wenn wir keine Stimme, keine Kraft mehr haben. Die Inspiration hierfür kommt aus einer alten Choralstrophe: „Ich will von deiner Güte singen, / so lange sich die Zunge regt; / ich will dir Freudenopfer bringen, / solange sich mein Herz bewegt; / ja, wenn der Mund wird kraftlos sein, / so stimm ich doch mit Seufzen ein.“ (EG 330,6 – „O dass ich tausend Zungen hätte“)

Text: Hans-Joachim Eißler
Musik: Hans-Joachim Eißler
© buch+musik ejw-service gmbh, Stuttgart

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Eine bunte, vielschichtige Aufzählung, für was wir alles dankbar sein können. Viele Lebensbereiche werden hier vor Augen gemalt: Natur und Schöpfung (Strophe 1), Gefühle und Gemeinschaft (Strophe 2), Hoffnung und Glaube (Strophe 3).
Bemerkenswert ist, welches die ganz „zentralen“ Dingen sind, die im Refrain benannt werden: „Leben“, „Liebe“, „dieser Augenblick“, „Freiheit“, „Freude“ – und als im Ohr bleibender Schlusspunkt die „Musik“.

Hinweis: Die Melodie mit etlichen Sechzehntel-Synkopen erfordert in der Begleitung ein klares, führendes Viertelpuls-Gefühl mit Achtelfeeling – wenn man vermeiden will, dass aus der Melodie ausschließlich „grade Achtel“ werden. Trotzdem ist damit zu rechnen, dass der Melodie-Rhythmus in vielen Kontexten an die Gegebenheiten „angepasst“ wurde.

Hinweis: Der Pre-Refrain (Takte 9-12) wird beim dritten Mal – also nach Strophe 3 – übersprungen. Nach „Danke für Vergebung und das Kreuz“ geht es direkt zum Refrain.

Text: Andrea Adams-Frey
Musik: Andrea Adams-Frey
© 2008 FREYKLANG adm. by Gerth Medien, Asslar

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Ostern als der „Sieg des Lebens“ über den Tod. „Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel?“ – „Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unsern Herrn Jesus Christus.“ (1. Korinther 15,55+57)
Die alte Choralstrophe von Paul Gerhardt kommt da in den Sinn, wo die Auferstehung auch als Triumph in einem Kampf beschrieben wird:
„Er war ins Grab gesenket, / der Feind trieb groß Geschrei; / eh er’s vermeint und denket, / ist Christus wieder frei / und ruft Viktoria, / schwingt fröhlich hier und da / sein Fähnlein als ein Held, / der Feld und Mut behält.“ (EG 112,2 – „Auf, auf, mein Herz mit Freuden“)

Text: Lothar Kosse
Musik: Lothar Kosse
© 2016 Gloria - Sing ein neues Lied adm. by Gerth Medien, Asslar

Während einer Gebetszeit entstanden, verbindet dieses „Jesus-Lied“ Erde und Himmel und spannt den Bogen zwischen dem Kreuz auf Golgatha und dem himmlischen Thron.
Jesus als Gekreuzigter und Verherrlichter – beiden kann man nur auf Knien und anbetend angemessen begegnen.

Text: Evelyn Krimmer
Musik: Evelyn Krimmer, Michl Krimmer
© SCM Hänssler, 71087 Holzgerlingen

In Konflikten am Ende verbal noch eins drauf zu setzen – also das „letzte Wort“ haben zu müssen –, wird gemeinhin nicht unbedingt als Zeichen von Stärke verstanden. Ganz anders aber, wenn es um Leben und Tod geht: Was bleibt am Ende eines gelebten Lebens zu sagen?

Martin Buchholz stellt klar, was Christen hoffen dürfen: Der Friedhof ist nicht Endstation, sondern Durchgangsstation. Es klingen die großen Hoffnungs-Texte der Bibel an: Römer 8 oder auch Offenbarung 21.

Die auf den ersten Blick vielleicht recht einfache Melodie von Eberhard Rink macht ein Mitsingen aber schnell möglich und hilft z.B. einer Trauergemeinde, sich gemeinsam hinter den göttlichen Verheißungen zu versammeln.

Text: Martin Buchholz
Musik: Eberhard Rink
© 2004 Gerth Medien Musikverlag, Asslar

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Ein kurzer, vierzeiliger Chorus, der sich z.B. für den Einsatz als Zwischenruf beim Fürbittengebet eignet.
Es gibt von Martin Buchholz und Timo Böcking auch einen gleichnamigen Kanon, u.a. veröffentlicht in der „Chormappe 2020“.

Text: Martin Buchholz
Musik: Martin Buchholz
© Martin Buchholz

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Dieses Lied kann an verschiedenen Stellen im Gottesdienst eingesetzt werden:
Als Eingangslied (Strophe 1: „Ich komme zu dir. Du bist schon da.“), als Lied vor der Predigt (Strophe 2: „Du sprichst auch jetzt in mein Leben hinein“) oder als Sendungslied am Ende des Gottesdienstes (Strophe 3: „Ich bleibe bei dir… Du bist mein Gott, der mich niemals verlässt“).
Im Refrain jeweils die vertrauensvolle Hinwendung zu Gott: „Gott nahe zu sein ist mein Glück” (Psalm 73,28).

Hinweis: Wenn der Rhythmus mit den Sechzehntel-Überbindungen ab T. 4 und im Refrain erfolgreich eingeführt ist, sollte jeweils bei der Rückkehr in die Strophe darauf geachtet werden, dass die ersten drei Takte wieder mit „geraden“ Achteln gesungen werden.

Text: Hans-Joachim Eißler
Musik: Hans-Joachim Eißler
© 2017 SCM Hänssler, 71087 Holzgerlingen

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Dieser Kanon zu Psalm 104 ist schon etwas älter, aber vielen noch sehr bekannt. Und für viele, die ihn noch nicht kennen, könnte er eine echte „Perle“ sein, die es zu entdecken gilt.

Ein Kanon ist ja eine wunderbare musikalische Form: In kurzer Zeit lernt eine Gruppe gemeinsam eine nicht zu umfangreiche Melodie – und kann dann mit geringem Aufwand mit eben nur dieser Melodie sogar mehrstimmig singen!

In „DAS LIEDERBUCH Gottesdienst“ wurde darauf geachtet, dass die Taktstriche genau untereinanderstehen, sodass die drei Kanonzeilen als „Partitur“ gelesen werden können.

Hinweis: Wenn speziell dieser Kanon „Die Herrlichkeit des Herrn“ nur in zwei Gruppen gesungen wird, sollte darauf geachtet werden, dass die zweite Gruppe „gleich danach“ (also direkt als Gruppe 2) einsetzt. Weil Zeile 2 und Zeile 4 melodisch fast identisch sind, ergäbe sich sonst immer wieder eine etwas farblosere Einstimmigkeit.

Text: Keith Chrysler; Dt. Text: Gitta Leuschner
Musik: Keith Chrysler
© 1979 Universal Music – Brentwood Benson Publishing

In diesem Lied wird im Refrain der „Aaronitische Segen“ (4. Mose 6,24-26) vertont. Auch beim ersten Bild in der ersten Strophe („Der Gott, der vor dir hergeht“) wird Bezug genommen auf die Erfahrungen des Volkes Israel beim Durchzug durch die Wüste:

„Und der Herr zog vor ihnen her, am Tage in einer Wolkensäule, um sie den rechten Weg zu führen, und bei Nacht in einer Feuersäule, um ihnen zu leuchten.“ (2. Mose 13,21).

Weitere Bibelzitate klingen an, u.a. „Ich habe dich bei deinem Namen gerufen“ (Jesaja 43,1) und „Wie köstlich ist deine Güte, Gott, dass Menschenkinder unter dem Schatten deiner Flügel Zuflucht haben“ (Psalm 36,8).

Text: Arne Kopfermann, Daniel Harter
Musik: Arne Kopfermann, Daniel Harter
© 2017 SCM Hänssler, 71087 Holzgerlingen

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Die Melodie dieses neuen Strophenliedes ist eingängig und in ihrer fast choralartigen Form leicht lernbar. Die letzten beiden Textzeilen haben die genau gleiche Melodie wie die ersten beiden Zeilen.

Der Text spricht davon, welche Bedeutung das Kreuz für uns hat: „Dieses Kreuz, vor dem wir stehen, setzt ein Zeichen in die Welt“. Auch bei unterschiedlichen Ansichten hinsichtlich der Kreuzestheologie und dem Verständnis des Kreuzes kann dieses Lied verbinden, kann zur Andacht anregen, kann Gesprächsimpulse geben, kann Hoffnung aufzeigen und trösten.

Text: Clemens Bittlinger
Musik: Sam Samba
© Text: beim Urheber / © Melodie: SCM Hänssler, 71087 Holzgerlingen

Selten ist die Gegenwart Gottes so greifbar wie im Abendmahl. Mit den Worten „Nun kommt, denn es ist alles bereit. Schmecket und sehet, wie freundlich der Herr ist!“ wird vielerorts an den Tisch des Herrn eingeladen.

Das Lied „Du bist mitten unter uns“ von Johannes Jourdan und Hans-Martin Sauter mit dem Originaltitel „Brot und Wein“ legt den Akzent auf unsere Dankbarkeit für Gottes Gaben. Gottes Gnade kann einen nicht kalt lassen.

Text: Johannes Jourdan
Musik: Hans-Martin Sauter
© 1998 Musikverlag Haus der Musik Klaus Heizmann, Wiesbaden

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Die vielen Fragen, die in den Strophen gestellt werden, scheinen zunächst in eine eindeutige Richtung zu gehen: Gott ist es natürlich, der hinter all dem steht. Oder etwa nicht? – Ja, das Lied hat in der Tat einen klaren Adressaten. Und doch bleibt der Refrain in wohltuender Weise offen, wenn Gott mit dem Namen „Du bist, der du bist“ (vgl. 2. Mose 3,13-15) angesprochen wird.

Es ist eine besondere Stärke des Lieds, dass im Refrain dieses „Rätsel“ stehenbleibt. Denn das macht neugierig: „Ich möchte lernen, möchte hörn, / wer du wirklich bist.“ Und es macht demütig und lässt uns bitten: „Lass mich ein Stück mehr davon sehn, wer du bist.“

Text: Mitch Schlüter
Musik: Mitch Schlüter
© 2010 Sound S adm. by Gerth Medien, Asslar

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Die Strophen beginnen alle mit der Eröffnung „Du am Kreuz“ – und beschreiben dann verschiedene Eindrücke, was das für mich, für uns bedeutet und sein kann: „Quelle der Gnade“ (Strophe 1), „Ohnmacht, die stärker ist“ (Strophe 2), „Kraft zur Versöhnung“ (Strophe 3), „Weg und Ziel zugleich“ (Strophe 4).

Laut Originalvorlage ist „Fine“ am Ende des Refrains, der jedoch harmonisch auf der Dominante endet. Das Lied kann allerdings auch gut nach der 4. Strophe abschließen, wo man auf der Tonika „landet“.

Text: Kathi Stimmer-Salzeder
Musik: Kathi Stimmer-Salzeder
© Musik und Wort, D-84544 Aschau a. Inn

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Ein modernes Weihnachtslied von Pamela Natterer, das den „Friedefürst“ in der Krippe besingt und damit die alttestamentliche Verheißung aus Jesaja 9,5 in Worte und Töne kleidet: „Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ist auf seiner Schulter; und er heißt Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst.“

In den Strophen klingt an, was der Engel in Lukas 2 verkündet: „Denn euch ist heute der Heiland geboren...“ – „Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen“ (Lukas 2,11+12). Und im Refrain erklingt dann der Lobpreis der „himmlischen Heerscharen“: „Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens“ (Lukas 2,13+14).

Text: Pamela Natterer, Johnny Neumann
Musik: Pamela Natterer, Johnny Neumann
© 2014 SCM Hänssler, 71087 Holzgerlingen

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Es gibt so viele eindrückliche Lebensgeschichten, in denen die völlige „Hingabe“ im Glauben ein bedeutender Aspekt ist. Von dieser Hingabe singt dieses Lied: „Ein Leben für Gott, für ihn allein. / Das soll mein Leben sein.“

Die Strophen formulieren die Bitte um Wegweisung und Ermutigung und enden jeweils mit dem Satz: „Gebrauche mich in dieser Welt.“

„Der größte Dienst verlangt das größte Opfer; aber er empfängt den größten Segen.“ (Hudson Taylor – Missionar in China im 19. Jh.)

„Leben wir, so leben wir dem Herrn; sterben wir, so sterben wir dem Herrn. Darum: wir leben oder sterben, so sind wir des Herrn.“ (Römer 14,8)

Text: Lukas Di Nunzio; Engl. Text: Dorothea Dreier
Musik: Lukas Di Nunzio
© 1998 SCM Hänssler, 71087 Holzgerlingen

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Die bekannte Choral-Melodie des „Gloria“ („Allein Gott in der Höh sei Ehr“, EG 179) mit einem neuen Text von Clemens Bittlinger. Ein Morgenlied.

Die dritte Strophe richtet den Fokus auch darauf, dass wir offen für andere sind und uns konkret einbringen können, wo Hilfe gebraucht wird.

Großer Vorteil: Viele in der Gemeinde kennen die Melodie wohl und können sofort mitsingen – selbst wenn sie nur den Text sehen würden.

Text: Clemens Bittlinger
Musik: Nikolaus Decius (1539)
© Text: beim Urheber

Dieses Kyrie ist mit seinen drei seelsorgerlichen Strophen ein umsichtiges und feines „Herr, erbarme dich“. Daher eignet sich dieses Lied für den Einsatz als Sündenbekenntnis beim Abendmahl – was sich auch in der Liedkette widerspiegelt.

Der dreistimmige „enge“ Satz im Refrain funktioniert entweder als reiner „Frauenchor“. Oder (sicherlich gebräuchlicher) so, dass die mittlere Stimme als Altstimme und die untere Stimme als Tenor (Männerstimme in hoher Lage) gesungen wird.

Text: Christoph Zehendner
Musik: Manfred Staiger
© Auf den Punkt, Siegen

Dieses Lied ist für den Deutschen Evangelischen Kirchentag 2019 in Dortmund entstanden und hat dort nachhaltig Spuren hinterlassen.

Der Refrain geht sofort ins Ohr – durch die viermalige Wiederholung der exakt gleichen Zeile ist er auch maximal mitsingbar und leicht lernbar – und strahlt eine wohltuende Ruhe und Entspannung aus. Die zweite und dritte Stimme im Refrain (in Stichnoten über der Melodie notiert) ist reizvoll und sollte idealerweise realisiert werden, damit eine gewisse Abwechslung im Refrain erlebbar wird.

Die Doppeldeutigkeit des Textes im Refrain („Es ist gut, dass du da bist“), die sowohl sich an das persönliche Gegenüber im Gottesdienst richtet als auch an Gottes Gegenwart erinnert, ist gewollt und raffiniert.

Sowohl in der ersten Strophe („… bei Nacht im dunklen Tal“) als auch in der zweiten Strophe („Wenn Worte nichts mehr sagen, sogar der Himmel schweigt…“) werden Fragen und Zweifel offen angesprochen. Und sie werden bemerkenswerter Weise nicht mit einer frommen Antwort umgebogen, sondern dürfen so stehenbleiben.

Hinweis: Zur zweiten Strophe kann auch die Refrain-Melodie als „Gegenstimme“ gesungen werden.

Text: Martin Buchholz, Mitch Schlüter, Jelena Döbel
Musik: Martin Buchholz, Mitch Schlüter, Jelena Döbel
© 2018 bei den Urhebern

Ein Abend-Segenslied, das in den Strophen einige Wünsche formuliert: zur Ruhe zu kommen, Sorgen loszulassen, am neuen Morgen mit neuer Zuversicht aufzuwachen. Im ruhigen 6/8-Takt, in langsamem Tempo (punktierte Viertel = 40 / d.h. Achtel = 120).

Das Lied würde auch in D-Dur gut klingen und trotzdem noch sehr entspannt zu singen sein.

Text: Martin Buchholz
Musik: Martin Buchholz
© Martin Buchholz

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An vielen Stellen in unserer Welt bekommen wir den Eindruck, dass wir uns eher voneinander entfernen als Frieden machen miteinander. „Die Welt ist zerrissen“. Aber gleichzeitig ist auch klar: Der Frieden, den wir uns wünschen, beginnt bei mir selbst und bei dem, wie wir in unserem Umfeld miteinander umgehen.

Der Refrain bei „Frieden finden“ beginnt quasi mit einem Zitat von Augustinus:

„Unruhig ist mein Herz, bis es Ruhe findet in dir“ – Und daran angelehnt singen wir dann weiter: „Friedlos ist diese Welt, bis wir Frieden finden in dir.“

Das Lied ist also auf der einen Seite eine „Friedensbitte“ – „Wir sehnen uns nach Frieden. Gib uns deinen Frieden.“ Auf der anderen Seite ein Ausblick, was Gott für uns will und was er an uns auch schon tut. „Gott will uns versöhnen. Er öffnet Türen, geht den ersten Schritt“ (Strophe 3) oder vorher in Strophe 2: „Gott will mich verändern. Er zeigt mir, welchen Schritt ich gehen kann.“ Es geht um keine großen Sprünge – es geht um Schritte. Jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt.

Die Dynamik könnte bei diesem Lied eine große Rolle spielen. Der Refrain z.B. könnte – anders als sonst oft – ganz fein und leise im „piano“ beginnen – und bei „bis es Ruhe findet in dir“ sogar noch leiser werden. Die Musik kommt da fast komplett zum Stehen. Ebenso bei der nächsten Zeile – „bis wir Frieden finden in dir“. Die Melodie bleibt da auch fast ausschließlich auf einem Ton. So kann spürbar werden, wie gut uns diese Ruhe tun würde. Und wie dieser Friede Gottes unserer Welt guttun würde!

Dieses Lied war das Lied zur Jahreslosung 2019: „Suche Frieden und jage ihm nach“ (Psalm 34,15).

Text: Gottfried Heinzmann, Hans-Joachim Eißler
Musik: Gottfried Heinzmann, Hans-Joachim Eißler
© buch+musik ejw-service gmbh

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Ein Segenslied mit ansprechendem Friedenswunsch. Die ersten drei Zeilen sind textlich immer gleich, so dass sie als eine Art Refrain erlebt werden. Die vierte Zeile formuliert verschiedene Segenswünsche – dass Gott begleiten möge, dass er Perspektiven ermöglichen und auch in Zukunft behüten möge.

Zwei musikalische Stolperfallen seien erwähnt:
Bei der Wahl des Gesamttempos ist zu beachten, dass die Melodie im Zwei-Halbe-Takt notiert ist. Siehe Temposymbol (Halbe = 72). Das heißt, Viertel und Achtel sind entsprechend schneller zu „erleben“.
Der erste Akkord (C-Dur) ist in diesem Fall nicht die Grundtonart des Stückes. Auch wenn das bei vielen Liedern so sein mag – bei diesem Lied ist der erste Akkord die 4. Stufe (Subdominante) im G-Dur-Kontext.

Der dreistimmige „enge“ Satz funktioniert entweder als reiner „Frauenchor“. Oder (sicherlich gebräuchlicher) so, dass die mittlere Stimme als Altstimme und die untere Stimme als Tenor (Männerstimme in hoher Lage) gesungen wird.

Text: Martin Buchholz-Fiebig
Musik: Martin Buchholz-Fiebig
© beim Urheber

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Ein neuer Text (Strophen) von Martin Buchholz auf eine alte, bekannte Melodie. Großer Vorteil: Die Gemeinde kann sofort mitsingen – selbst wenn sie nur den Text sehen würde.

Diese Version dieses Weihnachtsliedes ist für einen großen Flashmob der Berliner Stadtmission (in Kooperation mit der EKBO) entstanden, der im Advent 2014 in einem Berliner Kaufhaus stattfand und von einem Filmteam aufgenommen wurde. Auf diesem Hintergrund ist auch Strophe 2 gut einzuordnen: „Mancher hält die Engelchöre / erst für Kaufhausdudelei. / Doch wer Ohren hat, der höre: / Christus kommt und macht uns frei.“

Text: Martin Buchholz
Musik: Traditional: Frankreich 18. Jh.
© beim Urheber

Ein Lied, das es schafft, in wenigen Worten zu beschreiben, wer wir als Menschen sind und in welchem Verhältnis wir zu Gott stehen: Ich bin sein Kind und er liebt mich. Punkt. Einfache und doch so tiefe Wahrheiten, wenn sie erst vom Kopf ins Herz gesunken sind.

Die Tatsache, dass der Melodierhythmus in „Feiert Jesus! 5“ v.a. im Refrain noch einmal ganz anders notiert ist, lässt darauf schließen, dass es empfehlenswert ist, dieses Lied nicht rein instrumental, sondern mit einer sicheren Gesangsstimme zu begleiten.

Text: Pat Barnett, Anthony Brown
Musik: Pat Barnett, Anthony Brown
© 2014 Vamos Publishing / sixsteps Music / worshiptogehther.com songs / Für D, A, CH: SCM Hänssler, Holzgerlingen / © 2014 Capitol CMG Paragon / Common Hymnal Publishing / Housefires Sounds / Tony Brown Publishing Designee / Für D, A, CH: Universal Music Publishing, Berlin

Ein einfacher Chorus, der im Text den Bibelvers aus 1. Johannes 4,16b wörtlich zitiert.
Die Melodie hätte auch mit Wiederholungszeichen notiert werden können – die ersten sechs Takte der zweiten Hälfte sind identisch mit jenen der ersten Hälfte.

Text: 1. Johannes 4,16b
Musik: Dania König
© SCM Hänssler, 71087 Holzgerlingen

Ein starkes, eindrückliches „Kyrie eleison“ – weil hier Zweifel und Nöte ungeschönt ausgesprochen werden. In den Strophen wird das, was Gott zugesprochen und zugetraut wird, in sehr ehrlicher Weise direkt unserer zweifelnden und suchenden Realität gegenübergestellt:
„Sprich nur ein Wort – wir können dein Schweigen nicht verstehn…“ – „Zeig uns dein Licht – wir stolpern im Dunkeln durch die Nacht…“ - „Richte uns auf – wir laufen gebeugt von unsrer Last…“
Dass diese große Spannung gar nicht aufgelöst wird, sondern „im Raum“ stehenbleiben darf mit der vertrauensvollen Hinwendung im „Kyrie“, macht dieses Lied unter Umständen erst recht so wertvoll.

Die Strophe bildet immer einen achttaktigen Bogen, daher sind die drei Pausentakte jeweils mit Bedacht musikalisch zu füllen. Die Melodie scheint in diesem Punkt auf eine geeignete Begleitung angewiesen zu sein.

Text: Martin Buchholz
Musik: Martin Buchholz
© Martin Buchholz

Kinder zu bekommen ist weder Automatismus noch Selbstverständlichkeit, sondern Berufung und vor allem Geschenk. Am Beginn eines neuen Lebens ist noch so vieles offen, noch so viel möglich: was die Augen des neuen Erdenbürgers sehen werden, wohin ihn seine Füße tragen, was die Hände einmal anpacken werden.

Von den Eltern geliebt, in der Familie der Kinder Gottes geborgen und vom Schöpfer gesegnet – das ist die beste „Starthilfe“ ins Leben. Als Tauflied oder auch am Sonntag Quasimodogeniti sicher eine gute Wahl.

Text: Evelyn Krimmer, Michl Krimmer
Musik: Evelyn Krimmer, Michl Krimmer
© buch+musik ejw-service gmbh, Stuttgart

Ein einfacher, eingängiger Chorus – ganz ohne rhythmische „Klippen“ –, der sich zum niedrigschwelligen Lernen mit der Gemeinde bis hin zum spontanen Einsatz in einer Lobpreiszeit eignet.
Die englischsprachige Version („Breathe on me“, „Think of me“ und „Touch my heart“) ist textlich fast noch schöner.

Text: Christopher Lass
Musik: Christopher Lass
© 2017 Chris Lass Publishing / Für D, A, CH: SCM Hänssler, 71087 Holzgerlingen

Ein kurzer, vierzeiliger Chorus. In der dritten Zeile „Schenk du die Kraft, deinem Wort treu zu sein“ wird der Fokus auf Gottes Wort gelegt, daher in „DAS LIEDERBUCH Gottesdienst“ die Einordnung im Bereich Verkündigung.

Im Original gibt es den Chorus auch noch in französischer, spanischer und portugiesischer Sprache:

Französisch:

Tiens-nous à toi, très fort à toi. / Attire-nos regards sur l’essentiel. / Donne-nous la force d’être fidèle à toi. / Tiens-nous à toi, très fort à toi.

(Französischer Text: Nele Primke)

Spanisch:

Mantennos junto a ti, Senor. / Vuelve a guiar mi camino a ti. / Fuerza para serfieles a tu sermón. / Mantennos junto a ti, Senor.

(Spanischer Text: Miriam Heredia)

Portugiesisch:

Guarda nos perto de ti, Senhor. / Guia nos para teu louvor. / Dános a força pra sermos fieis. / Guarda nos perto, bem perto de ti.

(Portugiesischer Text: Luisa-Theres Sinate)

Text: Jan Primke, engl. Text: Hanjo Gäbler
Musik: Jan Primke
© Text und Melodie: 2015 Jan Primke / © Englischer Text: beim Urheber

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Dieser „Er ist auferstanden“-Chorus wurde schon von verschiedenen „Generationen“ auf vielen Jugendfreizeiten am Lagerfeuer gesungen.
Charakteristisch ist das Rhythmus-Pattern, das in Takt 3 und 4 im Refrain geklatscht wird und am Ende der Strophe noch einmal auftaucht. Schön ist auch die konsequente und „zwingende“ Aufwärtsbewegung der Melodie in der Strophe.

Text: Jerry Blacklaw
Musik: Jerry Blacklaw
© 1976 Woodland Hills Music Press / Integritymusic.com / Für D, A, CH: SCM Hänssler, 71087 Holzgerlingen

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Dieser eingängige Chorus vertont den Sanctus-Text aus dem Deutschen Messbuch quasi im genauen Wortlaut. Zugrunde liegen zwei Bibelstellen: Das „Heilig, heilig, heilig…“ im A-Teil steht in Jesaja 6,3 (Vision des Jesaja bei seiner Berufung), das „Hosanna in der Höhe“ im B-Teil ist aus der etwas bekannteren Geschichte von Jesu Einzug in Jerusalem (Matthäus 21,9).

Der B-Teil öffnet sich musikalisch, wird melodisch und rhythmisch lebendiger und hat einen klaren Refrain-Charakter. Das Gesamttempo sollte sich auf jeden Fall an diesem etwas komplexeren B-Teil orientieren – also wird empfohlen, das Lied nicht zu schnell zu beginnen.

Dieses Lied stammt von dem Konzeptalbum „Bis du kommst – Lieder zum Gottesdienst“, in dem Albert Frey alle Stücke der Messe popmusikalisch umgesetzt hat.
Weitere Lieder aus diesem CD-Projekt, die in diesem Liederbuch sind: „Kyrie“ (Nr. 11), „Ich glaube“ (Nr. 27), „Verwandle unsre Gaben“ (Nr. 29), „Lamm Gottes“ (Nr. 35), „Christus, höre uns“ (Nr. 37), „Bruder der Armen“ (Nr. 38).
Außerdem aus dieser Reihe bekannt ist noch „Unser Vater“ (DL 1 Nr. 49).

Text: Albert Frey
Musik: Albert Frey
© 1995 SCM Hänssler, 71087 Holzgerlingen für Immanuel Music, Ravensburg

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Dieser Kanon von Albert Thate aus dem Jahr 1935 ist sehr bekannt und gehört zu den „Kernliedern“ (EG 483). Er greift den Satz aus der biblischen Emmaus-Geschichte (Lukas 24,29) wörtlich auf.

Der Kanon ist ja eine wunderbare musikalische Form: In kurzer Zeit lernt eine Gruppe gemeinsam eine nicht zu umfangreiche Melodie – und kann dann mit geringem Aufwand mit eben nur dieser Melodie sogar mehrstimmig singen!

In „DAS LIEDERBUCH Gottesdienst“ wurde darauf geachtet, dass die Taktstriche genau untereinanderstehen, sodass die drei Kanonzeilen als „Partitur“ gelesen werden können.

Text: Lukas 24,29
Musik: Albert Frey
© Bärenreiter Verlag, Kassel

Im Refrain klingen verschiedene Psalmverse an: „Schaffe in mir Gott, ein reines Herz, und gib mir einen neuen, beständigen Geist“ (Psalm 51,12), „Der Herr hat mir ein neues Lied in meinen Mund gegeben“ (Psalm 40,3) und „Erfreue mich wieder mit deiner Hilfe und mit einem willigen Geist rüste mich aus“ (Psalm 51,14).

Schön sind auch die Binnenreime im B-Teil „Sorgen / verborgen, / du wirst sorgen“ und „Vertrauen / schauen. / Herr, ich baue auf dich…“.

Die Strophen sind als Gebet speziell für die Situation des „Ankommens bei Gott“ formuliert. Daher die entsprechende Einordnung in „DAS LIEDERBUCH Gottesdienst“.

Der dreistimmige „enge“ Satz im Refrain funktioniert entweder als reiner „Frauenchor“. Oder (sicherlich gebräuchlicher) so, dass die mittlere Stimme als Altstimme und die untere Stimme als Tenor (Männerstimme in hoher Lage) gesungen wird.

Ein „Klassiker“ – dieses Lied von Albert Frey war schon in „Feiert Jesus! 2“ und ist inzwischen sehr bekannt und verbreitet. Das Lied wird in der Regel zweimal komplett durchgesungen.

Text: Albert Frey
Musik: Albert Frey
© 1992 SCM Hänssler, 71087 Holzgerlingen für Immanuel Music, Ravensburg

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Ein Lied, das für den Deutschen Evangelischen Kirchentag 2015 in Stuttgart entstanden ist. Das Kirchentagsmotto war: „… damit wir klug werden“ (Psalm 90,12).

Wie in der biblischen Vorlage ist der Text ein Gebet – die Bitte um Weisheit, um Verständnis für Gottes Wort (Strophe 1), um die Fähigkeit zur Selbstreflexion (Strophe 2), um den Mut zum konkreten Anpacken (Strophe 3).

Die Melodie ist eingängig und leicht lernbar, wohl auch gerade durch die Parallelität des zweiten Teils: Die zweite Hälfte beginnt eine Terz höher als am Anfang, führt die Melodie aber von dort aus fast wie eine Zweitstimme in ähnlichen Schritten wie im ersten Teil.

Text: Christoph Zehendner
Musik: Ralf Schuon
© Edition Auf den Punkt, Siegen

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In manchen Gemeinden sind die Kinder am Anfang noch im Gottesdienst dabei – und werden dann z.B. vor dem Verkündigungsteil in „ihren“ Kindergottesdienst entlassen. Dieses Lied ist speziell für „DAS LIEDERBUCH Gottesdienst“ entstanden, ist also quasi eine Auftragskomposition und nimmt genau diese liturgische Situation auf.

Text: Tabea Hartmann
Musik: Tabea Hartmann
© buch+musik ejw-service gmbh, Stuttgart

Ein Klagelied. Die beiden Bußsalmen Psalm 130 und Psalm 51 liegen diesem Lied zugrunde. „Herr, höre meine Stimme“ (Psalm 130,2) – mit dieser Bitte, dass Gott hören möge, beginnt die erste Strophe.
Auch im Refrain „Hör mein Flehn, erhör mein Rufen“ wird das mit Nachdruck gesungen. Der Refrain („Schenk mir wieder neue Freude“) beginnt mit einem Bezug zu Psalm 51: „Erfreue mich wieder mit deiner Hilfe.“ (Psalm 51,14).

Text: Arne Kopfermann, Steffi Neumann
Musik: Steffi Neumann
© 2017 SCM Hänssler, 71087 Holzgerlingen

„Lobe den HERRN, meine Seele! HERR, mein Gott, du bist sehr groß; in Hoheit und Pracht bist du gekleidet. Licht ist dein Kleid, das du anhast.” (Psalm 104)

Einer der „Worship-Klassiker“ ist dieses Lied von Chris Tomlin. Er selber schreibt dazu: „Ich erinnere mich daran, dass ich auf meinem Sofa saß und Psalm 104 las. Die ersten Verse sprechen von Gottes Größe und da kam mir der Refrain. Zuerst kam er mir ein wenig simpel vor und ich hätte niemals gedacht, dass er so ein großes Ding in der Kirche werden würde. Die Bridge hat dann mein Freund Ed Cash beigesteuert.“

Text: Chris Tomlin, Jesse Reeves, Ed Cash; Dt. Text: Arne Kopfermann
Musik: Chris Tomlin, Jesse Reeves, Ed Cash
© 2004 Wondrously Made Songs / Rechte für D, A, CH: Small Stone Media Germany GmbH / © 2004 worshiptogether.com songs/sixsteps Music / Für D, A, CH: SCM Hänssler, 71087 Holzgerlingen

„Until all are fed we cry out” – frei übersetzt: „Bis das Brot für alle reicht – so lange werden wir keine Ruhe geben und uns mit aller Kraft für Gerechtigkeit einsetzen, für das Recht auf Nahrung, für das Recht, in Würde zu leben. So wie unser Gott, der alle Menschen liebt, jeden und jede von uns, tun wir alles und geben nicht eher Ruhe – bis das Brot für alle reicht.“

Dieser Song von Bryan McFarland und Tommy Brown, ein Lied gegen den Skandal des Hungers in der Welt, wurde schon auf zahlreichen Konferenzen gesungen – u.a. auch auf der Vollversammlung des Weltkirchenrates in Busan/Korea (2013). Von dort hat es seinen Weg in die ganze Welt gefunden.

Text: Tommy Brown, Bryan McFarland / Deutsch: Fritz Baltruweit
Musik: Bryan McFarland
© Deutscher Text: tvd-Verlag, Düsseldorf / © Text und Melodie: 2010 Tommy Brown and Bryan McFarland. Administered by General Board of Global Ministries of / The United Methodist Church t/a GBGMusik, 458 Ponce de Leon Avenue, Atlanta, GA 30308. copyright@umcmission.org

Dieses „Credo“ stammt von dem Konzeptalbum „Bis du kommst – Lieder zum Gottesdienst“, in dem Albert Frey alle Stücke der Messe popmusikalisch umgesetzt hat.

Neben dem Apostolischen Glaubensbekenntnis wird auch das Nizänum zitiert. Der Anfang des Refrains „Wahrer Mensch und wahrer Gott“ etwa ist aus dem Nizänischen Glaubensbekenntnis.

In der Original-Version wird der zweite Durchgang (am Ende des Liedes steht D.C.) einen Ganzton höher in E-Dur musiziert. Refrain 2 kann wiederholt werden.

Weitere Lieder aus diesem CD-Projekt, die in diesem Liederbuch sind: „Kyrie“ (Nr. 11), „Verwandle unsre Gaben“ (Nr. 29), „Heilig, heilig, heilig“ (Nr. 31), „Lamm Gottes“ (Nr. 35), „Christus, höre uns“ (Nr. 37), „Bruder der Armen“ (Nr. 38).
Außerdem aus dieser Reihe bekannt ist noch „Unser Vater“ (DL 1 Nr. 49).

Text: Albert Frey
Musik: Albert Frey
© 1994 SCM Hänssler, 71087 Holzgerlingen für Immanuel Music, Ravensburg

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„Ich kann nicht anders“ – so beginnen alle drei Refrain-Zeilen. Dieser Halbsatz ist zwar weltbekannt geworden, weil Martin Luther ihn beim Reichstag 1521 in Worms gesagt hat: „Hier stehe ich, ich kann nicht anders. Amen.“ In diesem Lied wird mit dieser Formulierung jedoch ein starkes, positives Verpflichtungsgefühl ausgedrückt: Weil mein Herz überfließt vor Dank und Jubel, deshalb MUSS ich „singen“, „von Gott erzählen“ und ihn „preisen“.

Verschiedene Bibelstellen können da assoziiert werden:
„Wir können’s ja nicht lassen, von dem zu reden, was wir gesehen und gehört haben.“ (Apostelgeschichte 4,20)
„Kommt her, höret zu, alle, die ihr Gott fürchtet; ich will erzählen, was er an mir getan hat.“ (Psalm 66,16)
„Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.“ (Psalm 103,2)

Text: Albert Frey
Musik: Albert Frey
© D&D Medien GmbH, Grünkraut

Ein Lied zu Psalm 71, der in der Bibel überschrieben ist mit der Zeile „Bitte um Gottes Hilfe im Alter“. Christoph Zehendner hat zu diesem Psalm fünf Strophen gedichtet, jeweils eine Strophe bildet eine Lebensphase ab:
„Bei meinem allerersten Schrei / hast du schon auf mich Acht gegeben“ (Kindheit – Strophe 1); „Auch in den wilden jungen Jahren / in Aufruhr, Zweifel, Übermut“ (Jugend – Strophe 2); „Du warst mir nah auf allen Wegen, / beim Reifen, beim Erwachsensein“ (Strophe 3); „Wenn meine Schritte schwächer werden / und Falten zieren meine Haut“ (Alter – Strophe 4).

Die Schlussstrophe fasst zusammen: „Ich will es meinen Kindern sagen, / die Enkel sollen’s alle hörn, / wie treu du bist an allen Tagen, / wie froh ich bin, dir zu gehörn“.

Ein „neuer“ Text auf eine alte Choralmelodie. Großer Vorteil: Die Gemeinde kann schnell mitsingen – selbst wenn sie nur den Text sehen würde.

Dieses Lied stammt aus dem Konzeptalbum „Beziehungen – Fenster in die Welt der Psalmen“ von Christoph Zehendner (SCM Hänssler, 2000). Die Melodie „Ich will dich lieben, meine Stärke“ ist recht bekannt – und falls nicht, ist sie sehr leicht mitsingbar.

Text: Tabea Hartmann
Musik: Tabea Hartmann
© buch+musik ejw-service gmbh, Stuttgart

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Dieses Lied von Arne Kopfermann war Lied zur Jahreslosung 2016: „Gott spricht: Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet“ (Jesaja 66,13). Der Refrain übernimmt diesen Bibelvers quasi wörtlich.
Im B-Teil wird Bezug genommen auf einige Sätze, die in Jesaja 66 unmittelbar vor dem Jahreslosungsvers stehen – die Zeilen „Mein Friede fließt wie ein Strom“ und „Eure Seele wird satt, eure Sehnsucht gestillt“ sind dann klarer einzuordnen:

„Freuet euch mit Jerusalem und seid fröhlich über die Stadt, alle, die ihr sie liebhabt! Freuet euch mit ihr, alle, die ihr über sie traurig gewesen seid.
Denn nun dürft ihr saugen und euch satt trinken an den Brüsten ihres Trostes; denn nun dürft ihr reichlich trinken und euch erfreuen an dem Reichtum ihrer Mutterbrust.
Denn so spricht der Herr: Siehe, ich breite aus bei ihr den Frieden wie einen Strom und den Reichtum der Völker wie einen überströmenden Bach. Ihre Kinder sollen auf dem Arme getragen werden, und auf den Knien wird man sie liebkosen.“ (Jesaja 66,10-12)

Text: Arne Kopfermann (nach Jesaja 66,13)
Musik: Arne Kopfermann
© 2015 SCM Hänssler, 71087 Holzgerlingen

Ein Lied über die Ankunft Gottes in der Welt. „Gott ist auf dem Weg zu uns, macht euch bereit“ (Strophe 2). Er kommt zu uns, in unsere Welt der bedrängten Situationen, der Ungerechtigkeit und Dunkelheit (Strophe 1).
Der Name „Immanuel“ wird im Neuen Testament in Matthäus 1,23 mit Jesus in Verbindung gebracht. Hier wird auf das prophetische Wort aus Jesaja Bezug genommen: „Das ist aber alles geschehen, was der Herr durch den Propheten gesagt hat, der da spricht (Jesaja 7,14): ‚Siehe eine Jungfrau wir schwanger sein und einen Sohn gebären, und sie werden ihm den Namen Immanuel geben’, das heißt übersetzt: Gott mit uns.“ (Matthäus 1,22+23)

Text: Christoph Zehendner
Musik: Albert Frey
© 2006 Felsenfest Musikverlag, Wesel

Ein eindrückliches Lied über das Leben Jesu und dessen Bedeutung für uns. Es ist 2002 aus der Zusammenarbeit des englischen Lobpreisleiters Stuart Townend und des nordirischen Musikers Keith Getty entstanden und zählt inzwischen zu den „Top 25“ der Worship-Musik.

Die Strophen 2 und 3 beschreiben die Lebens- und Heilsgeschichte von Jesus Christus, von der Menschwerdung über das Kreuz bis hin zur Auferstehung. Die Strophen 1 und 4 bilden dazu den Rahmen und schlagen die Brücke zu unserem Leben.

Die choralartige, hymnenmäßige Melodie ist im 3/4-Takt geschrieben, was an sich schon nicht ganz gewöhnlich ist. Zudem gibt es im zweiten und dritten Takt eine reizvolle Akzentverschiebung, die als Hemiole erlebt werden kann (wenn quasi kurz der Taktwechsel zu einem 2/4-Takt suggeriert wird) – und zwar bei „Er ist mein Licht, mein Heil, mein Lied“ und „…sicherer Halt in Sturm und Wind“ und den entsprechenden Parallelstellen.

In DAS LIEDERBUCH (Band 1) ist das Lied unter „Gottesdienst feiern“ bei den Credo-Liedern zu finden. In „DAS LIEDERBUCH Gottesdienst“ ist es als Osterlied einsortiert.

Text: Stuart Townend, Keith Getty; Dt. Text: Guido Baltes
Musik: Stuart Townend, Keith Getty
© 2001 Thankyou Music / Für D, A, CH: SCM Hänssler, Holzgerlingen

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Von den reformatorischen „vier Soli“ greift dieses Lied das „Solus Christus“ auf, einen wichtigen Kernpunkt reformatorischer Theologie:
„Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, nämlich der Mensch Christus Jesus, der sich selbst gegeben hat für alle zur Erlösung.“ (1. Timotheus 2,5+6).
Somit ist dieses Christus-Lied auf jeden Fall ein Credo-Lied, das beschreibt, was Jesus Christus für uns ist und sein will.

Die Sechzehntel-Synkopen setzen ein moderates, standfestes Tempo voraus. Die Textbetonungen in den Strophen sind sehr konsequent gesetzt, so dass sich der Synkopen-Rhythmus dort nicht ändert.

Text: Arne Kopfermann, Albert Frey
Musik: Arne Kopfermann, Albert Frey
© 2017 SCM Hänssler, 71087 Holzgerlingen

Der 84. Psalm beschreibt, wie uns vertraute Orte Halt geben in unserem Glauben. Räume sprechen manchmal lauter als die Stimmen, die in ihnen wiederhallen. Gerade bei Kirchen predigt der Raum oft mit. In der Bibel lesen wir manches Mal von eine „Wolke der Zeugen“ (z.B. Hebräer 12,1) – Menschen, die lange vor uns geglaubt und Gottesdienst gefeiert haben, wo wir sitzen, wenn wir gemeinsam singen, beten und auf Gottes Wort hören. Unsichtbar und trotzdem präsent sind sie uns, die Väter und Mütter im Glauben.

Manfred Siebald kommt in seinem Lied „In deinem Haus“ im Geiste bei vielen „Ausflügen“ immer wieder an diesen Raum zurück, wo Gott einem begegnet und einen „erdet“ und „einnordet“. Seitdem am Karfreitag der Vorhang im Jerusalemer Tempel zerrissen ist, ist der Zugang zu Gott frei und kein Raum oder Ort ist heiliger als der andere. Aber ein klein wenig Kirchenraum-Nostalgie schadet sicher nichts, wenn die Seele einen Ort hat, an dem sie zur Ruhe kommt und „auf Empfang stellt“.

Text: Manfred Siebald
Musik: Manfred Siebald
© SCM Hänssler, 71087 Holzgerlingen

Dieses Lied ist inzwischen schon ein „Klassiker“, also ein popmusikalisches Kernlied. Es stammt aus dem Konzeptalbum „Felsenfest – Musikalische Fenster zur Bergpredigt“ von Christoph Zehendner (Text) und Johannes Nitsch, Hans Werner Scharnowski und Manfred Staiger (Musik) (Gerth Medien, 1994).
Im Original kommt der Refrain nach Strophe 1, dann erst wieder nach den zusammengefassten Strophen 2 und 3 und schließlich noch einmal nach Strophe 4. So ist es auch in „DAS LIEDERBUCH Gottesdienst“ im Notenbild umgesetzt.

Hinweis: Bei der musikalischen Begleitung kann ja der Aspekt der „Stille“ durch entsprechende Dynamik unterstützt werden – sollte jedenfalls nicht durch zu große Lautstärke konterkariert werden.

Text: Christoph Zehendner
Musik: Manfred Staiger
© 1994 Auf den Punkt, Siegen

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Ein starker, „neuer“ Text zu Psalm 23 von Christoph Zehendner auf eine alte Choralmelodie. Großer Vorteil: Die Gemeinde kann sofort mitsingen – selbst wenn sie nur den Text sehen würde.

Es ist schön, in den vier Strophen die wohlvertrauten Bilder des bekannten Psalms in anderen sprachlichen Wendungen wiederzuentdecken und dadurch ganz neu zu verinnerlichen.

Dieses Lied stammt aus dem Konzeptalbum „Beziehungen – Fenster in die Welt der Psalmen“ von Christoph Zehendner (SCM Hänssler, 2000). Die Melodie „Wohl denen, die da wandeln“ ist recht bekannt – und falls nicht, ist sie sehr leicht mitsingbar.

Text: Christoph Zehendner
Musik: Heinrich Schütz
© SCM Hänssler 71087 Holzgerlingen / Profil Vertrieb, Gütersloh

Ein eindrückliches Abendmahlslied, welches zwar sehr nachdenklich und andächtig ist, trotzdem in feiner Weise eine gute Balance hält zwischen den schwereren Aspekten wie „Sühne“ und weiteren Bildern der Opfertheologie (Strophen 3+4) auf der einen Seite und vielen positiven, dankbaren Bildern auf der anderen Seite: „…hast dich uns ganz gleichgestellt“, „Du kennst uns gut“, „Weil du uns so sehr liebst“, „Darum feiern wir dich jetzt in Wein und Brot“.

Besonders ist, dass die Melodie der Strophe quasi komplett auf eine musikalische Idee des französischen Komponisten Maurice Ravel zurückgeht, das Hauptthema des Klavierstücks „Pavane pour une enfante défunte“.

Text: Kris Madarasz, Arne Kopfermann
Musik: Kris Madarasz, Arne Kopfermann
© Basement Groove Publishing adm. by Gerth Medien, Asslar

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Einheit in Vielfalt. So wie es uns Gott in seiner Dreieinigkeit vorlebt. Nicht über Abgrenzung definieren, sondern über eine gemeinsame Mitte: Jesus Christus. Dazu ruft das Lied auf, das Bastian Rauschmaier für den Christustag 2018 geschrieben hat.

„Ertragt einer den anderen in Liebe und seid darauf bedacht, zu wahren die Einigkeit im Geist durch das Band des Friedens: ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen seid zu einer Hoffnung eurer Berufung; ein Herr, ein Glaube, eine Taufe; ein Gott und Vater aller, der da ist über allen und durch alle und in allen.“ (Epheser 4,3-6)

Text: Bastian Rauschmaier
Musik: Bastian Rauschmaier
© 2018 SCM Hänssler, 71087 Holzgerlingen

Das Original „Christ Be In My Waking“ ist von Stuart Townend und Simon Brading. Stuart Townend, der auch “In Christ Alone” mitgeschrieben hat, schreibt zu diesem Lied:
„Es ist ein ‚Reminder’, sich Gottes Präsenz bewusst zu sein in all den unterschiedlichen Bereichen unseres Lebens – vom Morgen bis zum Abend und bis in die Nacht, in meiner Gedankenwelt, in dem, was ich sage, in den guten Dingen, in den Sorgen und auch in unseren verzweifeltsten Momenten.“

In „DAS LIEDERBUCH Gottesdienst“ ist das Lied unter der Rubrik „Nachfolge“ einsortiert. Dieser Aspekt kommt im englischen Originaltext des Refrains an zwei Stellen ganz deutlich heraus:
„Jesus, this is my devotion: / All my life to know You, / Every day to walk with You. / Saviour, You’re my deepest longing, / You’re the One I live for, / Teach me, Lord, to walk with You.”

Text: Stuart Townend, Simon Brading / Deutsch: Erich Remmers
Musik: Stuart Townend, Simon Brading
© 2011 Thankyou Music / Für D, A, CH: SCM Hännsler, Holzgerlingen

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Ein „Klassiker“ von Peter Strauch. Einige Bibelstellen klingen hier an:
„Und in uns spiegelt sich deine Herrlichkeit“ in Strophe 1 bezieht sich auf Psalm 8:
„Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst, und des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst? Du hast ihn wenig niedriger gemacht als Gott, mit Ehre und Herrlichkeit hast du ihn gekrönt.“ (Psalm 8,5+6)
„Du hast Worte des ewigen Lebens“ (Strophe 2) ist ein Zitat aus Johannes 6,68, dem Bekenntnis des Petrus.
„Alle Menschen, sie werden dich sehen“ ist wohl ein Bezug auf Offenbarung 1,7.

Text: Peter Strauch
Musik: Peter Strauch
© 1982 SCM Hänssler, 71087 Holzgerlingen

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Ein Lied, das als Mottolied für den Deutschen Evangelischen Kirchentag 2015 in Stuttgart entstanden ist. Das Kirchentagsmotto war: „… damit wir klug werden“ (Psalm 90,12).

Mit der Wendung „Gib mir ein Wort für mein Herz, gib mir ein Herz für dein Wort“ in der Strophe eignet sich das Lied auch als Hinführung zur Predigt. Daher die Einordnung in „DAS LIEDERBUCH Gottesdienst“ im Bereich Verkündigung.

Der 6/8-Takt ist reizvoll, in der ersten Zeile des Refrains sollte allerdings darauf geachtet werden, dass die Betonung der Komparative („Klüger“, „weiser“, „leichter“, „reicher“) auf der jeweils ersten Silbe stattfindet und nicht auf dem höheren Ton (zweite Silbe).

Text: Judy Bailey, Thomas Laubach
Musik: Judy Bailey
© Text: Dyba Music: www.judybailey.com / tvd-Verlag, Düsseldorf / © Melodie: Dyba Music: www.judybailey.com

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Ein kurzer Pfingst-Chorus. Im Liederbuch „Herztöne“ ist das Lied auch in der englischen Originalsprache („Come, Holy Spirit, descend on us“) sowie außerdem noch in französischer Sprache abgedruckt („Viens, Esprit Saint, viens“).

Text: John L. Bell, Graham Maule / Deutscher Text: Thomas Laubach
Musik: John L. Bell, Graham Maule
© WGRG Iona Community, Glasgow

Albert Frey schreibt zu diesem Lied: „Die ursprüngliche Bedeutung des ‚Kyrie’ ist nicht ‚Herr, erbarme dich’, sondern eine Anrufung des ‚Kyrios’, des Herrschers. Mit Freude begrüßen wir damit den Herrn, der uns sein liebendes Erbarmen zuwendet.“ (im Booklet zur CD „Bis du kommst – Lieder zum Gottesdienst“)

Deshalb erklingt dieses „Kyrie“ nicht in nachdenklichem Moll, sondern in strahlendem C-Dur. Reizvoll ist auch der Wechsel nach D-Dur und die textliche Refrain-Variante „Christe eleison“.

Der erste Akkord (F-Dur) ist in diesem Fall nicht die Grundtonart des Stückes. Auch wenn das bei vielen Liedern so sein mag – bei diesem Lied ist der erste Akkord die 4. Stufe (Subdominante) im C-Dur-Kontext.

Dieses „Kyrie“ stammt von dem Konzeptalbum „Bis du kommst – Lieder zum Gottesdienst“, in dem Albert Frey alle Stücke der Messe popmusikalisch umgesetzt hat.

Weitere Lieder aus diesem Projekt, die in diesem Liederbuch sind: „Ich glaube“ (Nr. 27), „Verwandle unsre Gaben“ (Nr. 29), „Heilig, heilig, heilig“ (Nr. 31), „Lamm Gottes“ (Nr. 35), „Christus, höre uns“ (Nr. 37), „Bruder der Armen“ (Nr. 38).
Außerdem aus dieser Reihe bekannt ist noch „Unser Vater“ (DL 1 Nr. 49).

Text: Albert Frey
Musik: Albert Frey
© 1996 SCM Hänssler, 71087 Holzgerlingen für Immanuel Music, Ravensburg

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Ein kurzer, zweizeiliger Chorus mit dem bekannten liturgischen „Kyrie eleison“-Text, der sich z.B. für den Einsatz als Zwischenruf beim Fürbittengebet eignet. Dieser Chorus ist in Feiert Jesus! 5 abgedruckt (Nr. 26).

Text: Samuel Jersak
Musik: Samuel Jersak
© SCM Hänssler, 71087 Holzgerlingen

Das „Agnus Dei“ (Lamm Gottes) im Original-Wortlaut der Heiligen Messe. Dieses Lied stammt von dem Konzeptalbum „Bis du kommst – Lieder zum Gottesdienst“.

Im CD-Booklet schreibt Albert Frey: „Das Lamm Gottes, das ‚fehlerlose Opferlamm’ ist Jesus, der sich für uns opferte. Die Opferriten des Alten Bundes werden prophetisch auf Jesus hin gedeutet. Als Johannes der Täufer Jesus sieht, ruft er ebenfalls prophetisch aus: Seht das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt (Johannes 1,29). Die ungeheure Tiefe dieses Textes können wir nur erahnen, wenn wir uns auf eine Betrachtung, eine innere Vertiefung in diese wenigen Worte einlassen…“.

Weitere Lieder aus diesem CD-Projekt, die in diesem Liederbuch sind: „Kyrie“ (Nr. 11), „Ich glaube“ (Nr. 27), „Verwandle unsre Gaben“ (Nr. 29), „Heilig, heilig, heilig“ (Nr. 31), „Christus, höre uns“ (Nr. 37), „Bruder der Armen“ (Nr. 38).
Außerdem aus dieser Reihe bekannt ist noch „Unser Vater“ (DL 1 Nr. 49).

Text: Albert Frey
Musik: Albert Frey
© 1995 SCM Hänssler, 71087 Holzgerlingen für Immanuel Music, Ravensburg

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In manchen Gemeinden sind die Kinder am Anfang noch im Gottesdienst dabei – und werden dann z.B. vor dem Verkündigungsteil in „ihren“ Kindergottesdienst entlassen. Dieses Lied ist speziell für „DAS LIEDERBUCH Gottesdienst“ entstanden, ist also quasi eine Auftragskomposition und nimmt genau diese liturgische Situation auf.

Besonders schön ist der Perspektivwechsel zwischen erster und zweiter Strophe: Zuerst singen wir gemeinsam „Lasst uns feiern…“ und „Möge Gott uns verändern, erneuern, befrein, / seine Geschichte in uns weitergehn“. Beim Auszug der Kinderkirche singt die Gemeinde dann – sozusagen als Segenswunsch für die Kinder: „Möge Gott euch verändern, erneuern, befrein, / seine Geschichte in euch weitergehn“ (Strophe 2).

Text: Tabea Hartmann
Musik: Tabea Hartmann
© buch+musik ejw-service gmbh, Stuttgart

Das Besondere bei diesem einfachen, eingängigen, chorusartigen Lied ist der Wechselgesang zwischen „Männern“ und „Frauen“. In den ersten drei Zeilen singt die zweite Gruppe quasi immer direkt das Echo der ersten Gruppe.

Die zweite Hälfte ist der „gefühlte“ Refrain und greift ein bekanntes Lied auf: „Amazing grace, how sweet the sound“ (auch „no longer blind“ in Strophe 3 nimmt in gewisser Weise Bezug auf dieses Lied – „was blind, but now I see“). Bei der Schlusszeile „I come and lay my burdens down“ treffen sich beide Stimmen zur Einstimmigkeit.

Im Original gibt es noch weitere Strophen, die im LIEDERBUCH (auch DL 45) nicht abgedruckt wurden.

Text: Ryan Long
Musik: Ryan Long
© beim Urheber; www.RyanLong.com

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Die vier Strophen dieses Lieds bilden die vier Jahreszeiten ab: „Grün die milden Frühlingstage…“ (Strophe 1), „Blau der weite Sommerhimmel…“ (Strophe 2), „Grau der Herbst, die Schatten länger…“ (Strophe 3) und „Weiß der Schnee, bedeckt die Erde…“ (Winter, Strophe 4).

Schön ist das sprachlich-textliche Detail, dass jede Strophe nicht nur mit dem entsprechenden „Farbwort“ beginnt, sondern als letztes Wort vor dem Refrain auch mit diesem Wort aufhört. Und auch im Refrain kommen alle Jahreszeitenfarben noch einmal vor.

In „DAS LIEDERBUCH Gottesdienst“ ist dieses Lied unter der Rubrik „Erntedank & Schöpfung“ abgelegt. Die synkopierte Melodie – v.a. in den Strophen – erfordert ein klares, führendes Viertelpuls-Gefühl in der Begleitung.

Text: Christoph Zehendner
Musik: Manfred Staiger
© 2011 Auf den Punkt Musikverlag, Siegen

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Eins der bekanntesten Lieder von Sefora Nelson, das dazu ermuntert, bei Gott die Lasten abzuladen. In den vier Strophen werden vier Bereiche benannt, die große Belastungen ergeben können: Sorgen, Ängste, Sünde, Zweifel. Sprachlich raffiniert schafft der Refrain dann mit dem „Lege sie nieder…“ den Anschluss an alle diese Bereiche.

„Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen.“ (Matthäus 11,28+29)

Text: Sefora Nelson
Musik: Sefora Nelson
© 2009 Royalheart adm. By Gerth Medien, Asslar

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Ein dreizeiliger Kanon, der nicht nur als Segenslied am Ende eines Gottesdienstes gut passt, sondern auch in weiteren Schwellensituationen wie z.B. an Geburtstagen, bei einer Aussendung, bei Verabschiedungen usw.

Ein paar schöne Details in der Melodie:
Die Stimmen laufen nicht einfach nur parallel, sondern kreuzen sich teilweise kunstvoll. Die dritte Melodiezeile z.B. beginnt als gefühlte „zweite Stimme“, endet aber als gefühlte „erste Stimme“ mit dem Höhepunkt bei „Licht und Gottes Segen“.
In der zweiten Zeile erklingt („in den schweren Tagen“) die am Anfang tiefste Stimme und bildet auch mit den „Armen, die dich tragen“, das tragende Fundament.

Hinweis: Der erste Akkord (A-Dur) ist in diesem Fall nicht die Grundtonart des Stückes. Auch wenn das bei vielen Liedern so sein mag – bei diesem Kanon ist der erste Akkord die 4. Stufe (Subdominante) im E-Dur-Kontext.

Der Kanon ist ja eine wunderbare musikalische Form: In kurzer Zeit lernt eine Gruppe gemeinsam eine nicht zu umfangreiche Melodie – und kann dann mit geringem Aufwand mit eben nur dieser Melodie sogar mehrstimmig singen!

In „DAS LIEDERBUCH Gottesdienst“ wurde darauf geachtet, dass die Taktstriche genau untereinanderstehen, sodass die drei Kanonzeilen als „Partitur“ gelesen werden können.

Text: Eckart Bücken
Musik: Hans-Joachim Eißler
© Text: beim Urheber; / © Melodie: buch+musik ejw-service gmbh, Stuttgart

Ein Lied, das Gottes Liebe in vier Strophen beschreibt und besingt.
„Darin ist erschienen die Liebe Gottes unter uns, dass Gott seinen eingeborenen Sohn gesandt hat in die Welt, damit wir durch ihn leben sollen. Darin besteht die Liebe: nicht, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt hat und gesandt seinen Sohn zur Versöhnung für unsere Sünden.“ (1. Johannes 4, 9+10)

Gottes Liebe ist uns Vorbild – unsere Liebe kann ein Spiegel davon sein:
„Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf, sie verhält sich nicht ungehörig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu, sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit; sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles.“ (1. Korinther 13,4-7)

Die einfache, choralartige Melodie ist an den meisten Stellen leicht lernbar und sehr eingängig. Lediglich in der dritten und auch vierten Zeile tauchen ein paar etwas unerwartetere Tonschritte auf.

Text: Arne Kopfermann
Musik: Dania König
© 2015 Basement Groove Publishing / Edition Königreich adm. by Gerth Medien, Asslar

Ein modernes Weihnachtslied von Pamela Natterer, das in den ersten beiden Strophen zunächst bei der „Ich“-Perspektive bleibt: „Ich bin kein König aus dem Morgenland, / hab keinen Schatz, den ich dir bringen kann.“ (Strophe 1) – „Ich bin kein Hirte, der die Herde bewacht, / der in der Nacht ein Heer von Engeln sah.“ (Strophe 2)
Die Strophe 3 wechselt dann zum „Du“: „Du bist ein König ohne Thron und Macht. / Du liegst hier schutzlos in der dunklen Nacht.“

Der Refrain besticht durch eine zerbrechlich wirkende Mischung aus „Gloria“ auf der einen Seite und vorsichtigeren Tönen auf der anderen Seite: „Mein Herz singt ganz leise“ – „und es weint und es lacht.“

Text: Pamela Natterer
Musik: Pamela Natterer
© 2014 SCM Hänssler, 71087 Holzgerlingen

Mitten unter uns – von Manfred Siebald, einem Grandseigneur der kirchlichen Popmusik, bewusst eindeutig-zweideutig formuliert: Im Gottesdienst treffen ganz unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Biografien, Gemütszuständen und Bedürfnissen auf den einen, ewigen und nahen Gott. Und dieser Gott schafft es, uns dort abzuholen, aufzufangen und zu begegnen, wo und wie wir es brauchen.

Während in Strophe 1 einige positive Aspekte von „Gemeinde-Erleben“ genannt werden, spricht Strophe 2 auch die schwierigen und konfliktträchtigen Situationen an – und in Strophe 3 „heilen die Wunden“ und „klären sich Fragen“, was für unsere Gemeinden immer wieder zu hoffen ist.

Gott schenkt unserem endlichen Leben Zukunftsperspektive – wie schön, wenn das in einem Gottesdienst passiert.

Text: Manfred Siebald
Musik: Manfred Siebald
© Edition Kreuzschnabel im SCM Hänssler

Einer der großen Texte des neuen Testaments ist der so genannte Philipper-Hymnus (Philipper 2,5-11). Vieles spricht dafür, dass Paulus in seinem Brief an die Gemeinde in Philippi (heute Griechenland) diesen Text als damals schon bekanntes Christus-Lied zitiert hat. Aus der himmlischen Herrlichkeit in die Krippe von Bethlehem ans Kreuz von Golgatha – das ist der Weg Jesu mitten unter uns, als einer von uns, zu unserem Heil.

„Ich bin in die Welt gekommen als ein Licht, damit, wer an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibe.“ (Johannes 12,46)

Text: Evelyn Krimmer
Musik: Evelyn Krimmer, Michl Krimmer
© SCM Hänssler, 71087 Holzgerlingen

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Dieses bekannte Lied von Albert Frey ist nicht nur ein Morgenlied („Meine Seele, singe, denn die Nacht ist vorbei“), sondern auch ein Osterlied („Ich weiß, dass Jesus lebt, er ist auferstanden“).

Die Strophen klingen sprachlich vertraut wie ein Psalmlied – es werden auch verschiedene Psalmzitate verarbeitet:
„Gott, mein Herz ist bereit, ich will singen und spielen. Wach auf, meine Seele! Wach auf, Psalter und Harfe! Ich will das Morgenrot wecken. Ich will dir danken, Herr, unter den Völkern, ich will dir lobsingen unter den Leuten.“ (Psalm 108,2-4)
„Meine Lippen und meine Seele, die du erlöst hast, sollen fröhlich sein und dir lobsingen.“ (Psalm 71,23)

Mit „Morgenstern“ ist der Stern bezeichnet, der vor dem Sonnenaufgang aufgeht. Somit kündigt er den neuen Tag an. In dem Lied ist Jesus der „Morgenstern“, also der, der Licht in die Welt bringt, auch wenn vieles noch dunkel ist.
„Ich, Jesus, habe meinen Engel gesandt, euch dies zu bezeugen für die Gemeinden. Ich bin die Wurzel und das Geschlecht Davids, der helle Morgenstern.“ (Offenbarung 22,16)

Text: Albert Frey
Musik: Albert Frey
© 2006 FREYKLANG adm. by Gerth Medien, Asslar

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Dieses Lied der nordirischen Band „Rend Collective“ kombiniert eine positive musikalische Energie mit einem durchaus auch nachdenklichen Text. Es formuliert das Vertrauen, dass Gottes Liebe durch all unsere Fragen und Zweifel, durch die Stürme des Lebens und durch Versagen und Ängste durchträgt.
Der Refrain singt vom Leuchtturm, der in der Dunkelheit den Weg weist und davon, dass wir der Zusage Gottes vertrauen können, dass er uns sicher wieder „an Land“ bringt.

In der Originaltonart C-Dur würde die Strophe zwar heller klingen, aber Refrain und vor allem Bridge würden dann viel zu hoch werden. Beim Einsatz als Gemeindelied kann die Bridge ggf. auch weggelassen werden.

Text: Rend Collective / Deutsch: Klaus Göttler
Musik: Rend Collective
© 2013 Thankyou Music / Für D, A, CH: SCM Hässler, Holzgerlingen

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Ein etwas augenzwinkerndes Morgenlied, bei dem die Melodie in der Strophe fast schon wie ein Kinderlied anmutet. Auch textlich/sprachlich hatten die Autoren sicher auch die Kinder als Adressaten im Blick.
Reizvoll ist das Wortspiel in Strophe 2: „Gott hat alle Macht / und ist mächtig – stolz auf dich“. Wobei das Wort „stolz“ in christlichen Kreisen natürlich auch nicht nur positiv besetzt ist.

Der Refrain birgt eine große Stolperfalle: Wann genau geht der Refrain los? Die zweieinhalb Viertelschläge Pause vor dem langen Auftakt können eine gewisse Herausforderung darstellen. Deshalb empfiehlt es sich, auf diese Stelle selbst gut vorbereitet zu sein und dieses Lied nicht rein instrumental, sondern mit einer sicheren Gesangsstimme zu begleiten.

Hinweis: Am Jahreswechsel kann man singen: „Neues Jahr, neues Glück…“

Text: Samuel Harfst, Claus-Peter Eberwein, Samuel Jersak
Musik: Samuel Harfst, Claus-Peter Eberwein, Samuel Jersak
© 2017 SCM Hänssler, 71087 Holzgerlingen

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Ein Lied zu dem bekannten, ganz zentralen und wichtigen Abschnitt aus Römer 8:
„Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch eine andre Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn.“ (Römer 8,38+39)

Das eingängige, chorusartige Lied von Lothar Kosse hat zwei Teile. Der Refrain bezieht sich auf Vers 39 („Niemand und nichts kann uns trennen“). Die Strophe übernimmt dagegen diese Aufzählung aus Vers 38: „Denn ich weiß, dass weder Leben noch Tod…“.

Text: Lothar Kosse
Musik: Lothar Kosse
© Lothar Kosse, Praize Republic, Köln

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Dieses Lied von Evelyn Krimmer enthält sowohl in den Strophen als auch im Refrain die vier so genannten „Exklusivpartikel“, welche die reformatorische Rechtfertigungslehre zusammenfassen. Das sind Sätze, die Luther in seinen Schriften immer wieder benutzt und die mit dem lateinischen Wort solus bzw. sola („allein“) beginnen.

Sola gratia: Allein durch Gnade. – Sola fide: Allein durch Glauben. – Sola scriptura: Allein durch die Schrift. – Solus christus: Allein durch Christus.

Text: Evelyn Krimmer, Michl Krimmer
Musik: Evelyn Krimmer, Michl Krimmer
© buch+musik ejw-service gmbh, Stuttgart

Ein kurzer, eingängiger Chorus von Hans Christian Jochimsen, einem bekannten dänischen Gospelchorleiter. Er passt als Friedensbitte oder Friedenswunsch ans Ende eines Gottesdienstes oder bei einem Abschied. Die Verzierung bei „peace“ in Takt 4 ist noch ein kleiner Hinweis auf den Ursprung des Lieds als Gospel-Chorarrangement.

Text: Hans Christian Jochimsen / Deutsch: Monika Erfle
Musik: Hans-Christian Jochimsen
© HansChristianPresents.com

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Dieses Lied war ein Lied zur Jahreslosung 2018: „Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.“ Offenbarung 21,6

In den drei Strophen klingen verschiedene Aspekte an:
„Das Leben ist Geschenk und Gabe“ (Strophe 1) – wir können für so vieles dankbar sein!

Auf der anderen Seite in Strophe 2: „Das Leben stellt mir viele Fragen“ – und wir müssen ja zugeben: Auf so vieles haben wir keine wirkliche Antwort.

„Das Leben kann so leicht zerbrechen“ – auch diese schwere Dimension kommt in Strophe 3 zur Sprache.

Wahrscheinlich spüren wir alle in uns diese gewisse Sehnsucht nach der Quelle, wo ich meinen Durst nach Leben stillen kann: „Ewiger Gott, Quelle des Lebens, /

auf meinen Wegen suche ich dich. / Liebender Gott, Anfang und Ende, / in meinem Suchen findest du mich.“

Text: Gottfried Heinzmann, Hans-Joachim Eißler
Musik: Gottfried Heinzmann, Hans-Joachim Eißler
© buch+musik ejw-service gmbh, Suttgart

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Mit dem immer wiederkehrenden Wunsch „Segne dein Wort“ ist dieser Chorus ein prädestiniertes ‚Lied vor der Predigt’. In den drei Strophen wird die Bitte um ein offenes Herz, um die nötige Ruhe und um das richtige Verstehen formuliert.

Die einfache, eingängige Melodie – ganz ohne rhythmische „Klippen“ – im Dreivierteltakt eignet sich zum niedrigschwelligen Lernen mit der Gemeinde bis hin zum spontanen Einsatz in einer Lobpreiszeit (wo die Gemeinde z.B. immer mit „Segne, Herr, segne dein Wort“ antworten könnte).

Der Name des Autors klingt nach einem Pseudonym, hinter dem eine starke, konsequente „Soli Deo Gloria“-Haltung stehen könnte.

Text: Gotthart G. Geben
Musik: Gotthart G. Geben
© 2005 SCM Hänssler, 71087 Holzgerlingen

Matt Redman ist ein begnadeter Song-Schreiber. Aus seiner Feder stammen Lieder wie „The Heart Of Worship“ (DLGD 111 / DL 163) oder „Blessed Be Your Name“ (DL 186). Und viele kennen natürlich „10.000 Gründe“ (DLGD 83 / DL 13). Aber er ist auch ein sauberer Theologe und hat in seinem Lied „Remembrance“ eine kleine Theologie des Abendmahls verpackt.

Im Refrain wird sprachlich raffiniert beschrieben, welcher innere Weg sich im Abendmahl vollzieht – quasi „das eine führt zum andern“: „Lord, we remember You, / and remembrance leads us to worship. / And as we worship You, / our worship leads to communion.“

Wir haben das Lied bewusst in der Originalsprache gelassen und empfehlen es als Vortragslied oder vielleicht als Basis einer Predigt zum Abendmahl.

Text: Matt Redman, Matt Maher
Musik: Matt Redman, Matt Maher
© 2009 Thankyou Music / siysteps Music / spiritandsong.com / worshiptogether.com songs / Für D, A, CH: SCM Hänssler, Holzgerlingen

Ein „neuer“ Text zu Psalm 51 von Christoph Zehendner auf eine alte Choralmelodie. Großer Vorteil: Die Gemeinde kann sofort mitsingen – selbst wenn sie nur den Text sehen würde.

Die ersten beiden Strophen beschreiben eine schwierige Situation, in der es um Schuld, eigenes Versagen und die damit verbundene innere Unruhe geht. Die dritte Strophe formuliert dann die Bitte um Vergebung („Herr, schenk mir deine Gnade und einen festen Geist“, nach Psalm 51,12) und wagt einen vorsichtigen Ausblick, ohne dass es zu schnell „wieder gut“ wird.

Dieses Lied stammt aus dem Konzeptalbum „Im Blick – Neue Fenster in die Welt der Psalmen“ von Christoph Zehendner (Gerth Medien, 2004). Die Melodie „Wie soll ich dich empfangen“ ist sehr bekannt.

Text: Christoph Zehendner
Musik: Johann Crüger
© 2004 Auf den Punkt, Siegen

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Ein bekanntes Segenslied, bei dem sich in beiden Parts (A-Teil = gefühlter Refrain / B-Teil = Strophen) der Text ändert. Der „A-Teil 1“ gleicht textlich zum großen Teil – bis auf den Schlusstakt – dem „A-Teil 3“.

Der konsequente Bass-Abgang im A-Teil ergibt eine sehr eingängige Harmonisierung.
Hinweis: Am Ende der Strophe ist ein 2/4-Takt eingeschoben, damit die letzte Silbe auf der „Zählzeit 1“ erklingt.

Text: Sefora Nelson
Musik: Sefora Nelson
© 2011 Royalheart adm. by Gerth Medien, Asslar

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Ein Segenslied mit fünf verschiedenen Strophen – Strophe 6 ist identisch mit Strophe 1.

Das Lied kann auch als Abendlied gesungen werden, in Strophe 4 heißt es: „Segne uns auch in der Nacht“. Wie viele andere Abendlieder hat das Lied auch eine Ewigkeitsstrophe: „Segne auch den letzten Tag. / Bleibe uns ganz nah. / Was dann auch geschehen mag: / Wir wissen, du bist da.“ (Strophe 5)

Text: Jan Primke, Miriam Schäfer, Jürgen Werth
Musik: Jan Primke
© bei den Urhebern

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Manchmal muss man sich selbst an etwas erinnern. Mit der Aufforderung zum Stillsein an das eigene Selbst nimmt dieses Lied ein beliebtes Motiv der Psalmen auf. Dieses Motiv deckt sich mit der Erfahrung, dass manchmal der Schritt heraus aus der eigenen Situation und der damit verbundene Blick von außen entscheidend sein können.

Gleichzeitig verarbeitet das Lied die Erkenntnis, dass in der Stille vieles wegfällt, was uns den Blick auf Gott versperren kann und dass er uns in der Stille besonders begegnet. Die biblischen Bezüge des Liedes sind daher sehr vielfältig, hier nur einige Beispiele:

Psalm 62,6+7: „Aber sei nur stille zu Gott, meine Seele; denn er ist meine Hoffnung. Er ist mein Fels, meine Hilfe und mein Schutz, dass ich nicht fallen werde.“
Psalm 116,7: „Sei nun wieder zufrieden, meine Seele; denn der HERR tut dir Gutes.“
Psalm 37,7a: „Sei stille dem HERRN und warte auf ihn.“
2. Mose 14,14: „Der HERR wird für euch streiten, und ihr werdet stille sein.“
Lukas 15,1-7: Das Gleichnis vom verlorenen Schaf.

Hinweis: Die Strophen sind mit der Wort-Ton-Verteilung recht komplex und können kaum intuitiv mitgesungen werden. Deshalb empfiehlt es sich, dieses Lied nicht rein instrumental, sondern mit einer sicheren Gesangsstimme zu begleiten.

Text: Mitch Schlüter
Musik: Mitch Schlüter
© BMG Rights Management GmbH, Berlin

Ein kurzer Chorus, bei dem sich in den verschiedenen Strophen jeweils die Adjektive ändern, mit denen Gott in verschiedenen Facetten beschrieben und charakterisiert wird. Die einfache, eingängige Melodie – ganz ohne rhythmische „Klippen“ – eignet sich zum niedrigschwelligen Lernen mit der Gemeinde bis hin zum spontanen Einsatz in einer Lobpreiszeit.

Text: Chris Lass, Sefora Nelson, Bastian Rauschmaier
Musik: Chris Lass, Sefora Nelson, Bastian Rauschmaier
© 2017 SCM Hänssler, 71087 Holzgerlingen

Ein Lied zu Psalm 71, der in der Bibel überschrieben ist mit der Zeile „Bitte um Gottes Hilfe im Alter“. Christoph Zehendner hat zu diesem Psalm fünf Strophen gedichtet, jeweils eine Strophe bildet eine Lebensphase ab:
„Bei meinem allerersten Schrei / hast du schon auf mich Acht gegeben“ (Kindheit – Strophe 1); „Auch in den wilden jungen Jahren / in Aufruhr, Zweifel, Übermut“ (Jugend – Strophe 2); „Du warst mir nah auf allen Wegen, / beim Reifen, beim Erwachsensein“ (Strophe 3); „Wenn meine Schritte schwächer werden / und Falten zieren meine Haut“ (Alter – Strophe 4).
Die Schlussstrophe fasst zusammen: „Ich will es meinen Kindern sagen, / die Enkel sollen’s alle hörn, / wie treu du bist an allen Tagen, / wie froh ich bin, dir zu gehörn“.

Ein „neuer“ Text auf eine alte Choralmelodie. Großer Vorteil: Die Gemeinde kann schnell mitsingen – selbst wenn sie nur den Text sehen würde.
Dieses Lied stammt aus dem Konzeptalbum „Beziehungen – Fenster in die Welt der Psalmen“ von Christoph Zehendner (SCM Hänssler, 2000). Die Melodie „Ich will dich lieben, meine Stärke“ ist recht bekannt – und falls nicht, ist sie sehr leicht mitsingbar.

Text: Christoph Zehendner
Musik: Johann Balthasar König
© SCM Hänssler, 71087 Holzgerlingen

Ein „neuer“ Text zu Psalm 62 von Christoph Zehendner auf eine alte Choralmelodie. Großer Vorteil: Die Gemeinde kann sofort mitsingen – selbst wenn sie nur den Text sehen würde.

Wenn es in Strophe 1 heißt: „Herr, mir fehln die Worte, ich will einfach schweigen, still dir meine Ehrfurcht zeigen“, bezieht sich das auf die ersten beiden Psalmverse:
„Meine Seele ist stille zu Gott, der mir hilft. Denn er ist mein Fels, meine Hilfe, mein Schutz, dass ich gewiss nicht fallen werde.“ (Psalm 62,2+3)

Die dritte Strophe geht auf den Psalmvers 9 zurück: „Hoffet auf ihn allezeit, liebe Leute, schüttet euer Herz vor ihm aus; Gott ist unsere Zuversicht.“ (Psalm 62,9)

Dieses Lied stammt aus dem Konzeptalbum „Im Blick – Neue Fenster in die Welt der Psalmen“ von Christoph Zehendner (Gerth Medien, 2004). Die Melodie „Gott ist gegenwärtig“ ist sehr bekannt.

Text: Christoph Zehendner
Musik: Joachim Neander
© Auf den Punkt adm. Gerth Medien

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Mit den Zeilen „Rühre mich an durch dein Wort“ (jeweils am Ende der Strophe), „… ich öffne mein Herz nun für dein Wort“ (Strophe 3) sowie „… ich staune, o Herr, reden wirst du“ (Strophe 4) eignet sich dieses Lied als Hinführung zur Predigt. Daher die Einordnung in „DAS LIEDERBUCH Gottesdienst“ im Bereich Verkündigung.

Im Original kommt der Refrain erstmals nach Strophe 2. So ist es auch in „DAS LIEDERBUCH Gottesdienst“ im Notenbild umgesetzt.

Hinweis: Bei der musikalischen Begleitung kann ja der Aspekt der „Stille“ durch entsprechende Dynamik unterstützt werden – sollte jedenfalls nicht durch zu große Lautstärke konterkariert werden.

Text: Carsten Groß
Musik: Carsten Groß
© 1998 SCM Hänssler, 71087 Holzgerlingen

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Was brauchen wir, um Gott anzubeten? Diese Frage stellte sich eine Gemeinde, die viel Wert auf Lobpreis und Anbetung legte. Obwohl die Band musikalisch auf höchstem Niveau spielte und die technische Ausstattung immer perfekter wurde, hatten viele in der Gemeinde den Eindruck, dass etwas verloren gegangen war. Beim gemeinsamen Nachdenken stellten sie fest: Wir verhalten uns im Gottesdienst wie Konzertbesucher. Anstatt Gott anzubeten, beurteilen wir die Musik und vergeben Noten: Wer kann besser singen? Wie ist der Gitarrist heute drauf? Wie sind die Arrangements?

Die Gemeinde entschloss sich, einen radikalen Schnitt vorzunehmen. Sie begannen, eine gewisse Zeit lang ohne Anleitung durch die Band zu singen und die Gebetszeiten selbst zu gestalten. Jemand stimmte ein Lied an, andere fielen ein. Dazwischen beteten Einzelne oder lasen einen Bibelvers. Die Haltung der Menschen im Gottesdienst veränderte sich. Sie waren kein Publikum mehr, sondern eine Gemeinschaft, die gemeinsam Gott anbetet.

Matt Redman schrieb das Lied „The Heart of Worship” als persönliche Antwort auf das, was er in dieser Situation über die Anbetung Gottes gelernt hatte. Und das Lied war das erste, das erklang, als die Gemeinde die Band wieder zurückholte.

Text: Matt Redman
Musik: Matt Redman
© 1997 Thankyou Music / Für D, A, CH: SCM Hänssler, Holzgerlingen

Sowohl auf Englisch wie auch auf Deutsch ist dieses gesungene Glaubensbekenntnis vielerorts in musikalischer Verwendung. Besonders Jugendliche finden so wieder einen Zugang zu einem der Kerntexte des christlichen Glaubens: dem Apostolischen Glaubensbekenntnis.

Ob die Übersetzung „Ich glaube an deinen Namen, Jesus“ tatsächlich in allen Teilen den Sinn des Originals trifft („I believe in the Name of Jesus“), muss eventuell noch geklärt werden.

Das Gesamttempo ist langsam (Viertel = 72), dann werden die Sechzehntel im Refrain auch nicht hektisch. Dafür ist auf eine Ruhe ausstrahlende Begleitung zu achten.

Text: Matt Crocker, Ben Fielding; deut. Text: Martin Bruch, Dennis Strehl
Musik: Matt Crocker, Ben Fielding
© 2014 Hillsong Music Publishing / Rechte für D, A ,CH: CopyCare Deutschland, 71087 Holzgerlingen

Dieses Lied von Martin Mohns/LUX Kollektiv war Lied zur Jahreslosung 2018: „Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.“ (Offenbarung 21,6)

Die Assoziation von der „überfließenden Quelle“ wird in den Strophen durch viele anschauliche, positiv besetzte Bilder vermittelt: „Du bist die Sonne, die mein Gesicht bescheint“ etwa und „Du bist das Vogelzwitschern am Ende der Nacht“. Diese Eindrücke werden gebündelt im Refrain: „Das alles bist du und noch viel mehr. Was auch immer ich brauch, kommt von dir her.“

Text: Martin Ergenzinger
Musik: Martin Ergenzinger
© beim Urheber

Ein sensibler Blick auf die Lebenssituationen, wo die Worte fehlen, wo Sprachlosigkeit dominiert und kein Platz ist für hohle Phrasen.

Die Melodie vollzieht zum einen die Tiefschläge mit – in Takt 1 bei „in der Tiefe“ (Strophe 1), „durch die Last“ (Strophe 2) und „in der Nacht“ (Strophe 3) fällt die Melodie eine Terz tiefer – und setzt zum anderen auch in Takt 3 die innerlich erlebte Abwärtsbewegung um (bei „die Stimme verschlägt“, „die Seele verstummt“ und „der Glaube zerbricht“).

Danach beginnt – zunächst erst zögernd – ein Wiederaufleben mit der Hoffnung, dass Gott grade auch da „mir ein Lied in mein Herz“ legen kann. Im B-Teil (im gefühlten Refrain) wird dann das verändernde Potenzial dieses „neuen Lieds“ beschrieben.

Text: Gottfried Heinzmann
Musik: Hans-Joachim Eißler
© buch+musik ejw-service gmbh, Stuttgart

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Ein Lied, das in der Begleitung von Kindern an besonderen Tagen aus der Perspektive der Eltern denkt: „Halt deine Hand über unsere Kinder“.

Die Strophen bitten „Halte sie fest“ und „Halte sie warm“ (Strophe 1) sowie „Halte sie aus“ und „Halte sie hoch“ (Strophe 2). Ein selbstkritisches „Halte uns aus, wenn wir sie nicht verstehen“ in Strophe 3 vertieft das Verständnis, dass Eltern in der Beziehung zu ihren Kindern auch das Loslassen lernen und bedenken müssen.

In „DAS LIEDERBUCH Gottesdienst“ ist das Lied unter „STATIONEN – Taufe, (Goldene) Konfirmation“ eingeordnet, da grade bei diesen „Lebens-Schwellen“ die Eltern mit wachem Blick auf ihre Kinder schauen.

Text: Martin Buchholz
Musik: Martin Buchholz
© 2017 Martin Buchholz

Wir sind Gäste hier auf Erden. Daran werden wir immer wieder – auch schmerzlich – erinnert. In gewisser Weise leben wir im „Dazwischen“: Wir haben das Ziel im Blick („Unterwegs mit Gott sehen wir das Ziel“) – und sind doch mitten im Leben („Unterwegs schenkt Gott heute schon so viel“).

Dieses Lied war das Lied zur Jahreslosung 2013: „Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.“ Hebräer 13,14.

In den Strophen werden verschiedene Themenbereiche berührt: Eigene Gedanken und Sorgen (Strophe 1), schwere Stunden mit Angst und Zweifel (Strophe 2), Gemeinschaft und soziales Miteinander (Strophe 3) sowie die hoffnungsvolle Ewigkeitsperspektive (Strophe 4).

Im Refrain wird die Betonung der Worte „Unterwegs mit Gott“ immer wieder etwas verschoben, so dass auch hier unterschiedliche Blickwinkel anklingen können.

Text: Gottfried Heinzmann
Musik: Hans-Joachim Eißler
© buch+musik ejw-service gmbh

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Ein Vaterunser-Lied, das textlich sehr nah am Original-Wortlaut aus Matthäus 6 entlanggeht. Die Melodie in Takt 9 bis 16 entspricht mit gewissen rhythmischen Anpassungen in etwa den ersten acht Takten. Diese Wiederholungen erleichtern sicherlich das Lernen beim Einsatz in der Gemeinde.

Der letzte Teil des Gebets („Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen“) ist als „Refrain“ gestaltet und bildet den musikalischen Höhepunkt.

Text: Markus Kohl
Musik: Markus Kohl
© by Profil Medien GmbH

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Dieser Kanon ist schon etwas älter, aber vielen noch sehr bekannt. Und für viele, die ihn noch nicht kennen, könnte er eine echte „Perle“ sein, die es zu entdecken gilt.

Die drei Strophen bilden die Trinität ab: „Vater unser im Himmel“ / „Jesus Christ, unser Retter“ / „Heilger Geist, unser Tröster“. Somit kann der Kanon etwa nach dem Psalm als trinitarische Doxologie (statt des „Ehr sei dem Vater“) gesungen werden.

Der Kanon ist ja eine wunderbare musikalische Form: In kurzer Zeit lernt eine Gruppe gemeinsam eine nicht zu umfangreiche Melodie – und kann dann mit geringem Aufwand mit eben nur dieser Melodie sogar mehrstimmig singen!

Hinweis: Bei diesem Kanon singt jede Kanonstimme alle drei Strophen. Die Stimmen können am Schluss miteinander bei einer Fermate enden oder auch nacheinander.

Text: mündlich überliefert / Deutsch: Gerhard Röckle
Musik: ? (mündlich überliefert)
© 1972 CCCM Music, Universal Music – Brentwood Benson Publishing

Beim Abendmahls-Verständnis und speziell im Punkt der „Gabenbereitung“ unterscheiden sich die konfessionellen Ansätze zwischen katholischer und evangelischer Kirche stark.

Albert Frey hat jedoch diese liturgisch sensible Situation ganz raffiniert umgesetzt: „Herr, verwandle unsre Gaben. / Was wir sind und was wir haben, / es ist dein, es gehört dir allein.“
Somit kann dieses Lied über die Konfessionsgrenzen hinweg verbinden und einen ganz neuen Blick auf „unsre Gaben“ ermöglichen.

Dieses Lied stammt von dem Konzeptalbum „Bis du kommst – Lieder zum Gottesdienst“, in dem Albert Frey alle Stücke der Messe popmusikalisch umgesetzt hat.
Weitere Lieder aus diesem CD-Projekt, die in diesem Liederbuch sind: „Kyrie“ (Nr. 11), „Ich glaube“ (Nr. 27), „Heilig, heilig, heilig“ (Nr. 31), „Lamm Gottes“ (Nr. 35), „Christus, höre uns“ (Nr. 37), „Bruder der Armen“ (Nr. 38).
Außerdem aus dieser Reihe bekannt ist noch „Unser Vater“ (DL 1 Nr. 49).

Text: Albert Frey
Musik: Albert Frey
© SCM Hänssler, 71087 Holzgerlingen für Immanuel-Music, Ravensburg

Dass Gott vorangeht und über scheinbar unüberwindliche Hindernisse hilft („Der Gott, der Meere teilt…“), erinnert uns an den Auszug des Volkes Israel aus Ägypten, wo in der Wüste eine Wolkensäule (bei Tag) und eine Feuersäule (bei Nacht) vorausging (2. Mose 13,21) und sogar das Schilfmeer passierbar wurde.

Gott als der, der durch die Zeiten verlässlich bleibt – von damals in der Wüste bis heute und auch in Zukunft –, wird in diesem Lied angesprochen, angebetet und bezeugt.

Eine musikalische Stolperfalle sei erwähnt: Die Melodie beginnt „nach der Eins“, das heißt der Beginn von Takt 1 (und Parallelstelle dann Takt 5) sollte mit der Begleitung gut empfunden und markiert werden. Es ist kein langer Auftakt zu Takt 2, wie man vielleicht meinen könnte.

Text: Andreas Volz, Tobi Wörner
Musik: Andreas Volz, Hans-Joachim Eißler
© 2017 SCM Hänssler, 71087 Holzgerlingen

Ars vivendi – Lebenskunst. Das kennt man. Dazu gehören oft Genuss, Zufriedenheit, gelingende Beziehungen, Resilienz... Dieses Lied spricht von der Ars moriendi – der „Kunst“ des Sterbens. Geborgen in Gottes Liebe, von Segen umgeben, von Frieden umhüllt, mit einer großen Portion Vorfreude auf die Ewigkeit. Wohl dem, der so gehen darf.

Text: Evelyn Krimmer, Michl Krimmer
Musik: Evelyn Krimmer, Michl Krimmer
© buch+musik ejw-service gmbh, Stuttgart

Dieses Lied stammt ursprünglich von der österreichischen Band Toolbox. Wie viele Lobpreislieder singt es von der Gegenwart Gottes – und fragt gleichzeitig: Was bedeutet Gottes Gegenwart konkret für mein Leben?

Das Lied gibt hier im direkten Gespräch mit Gott eine doppelte Antwort. Die Strophen erinnern an die Verheißung von Jesus: „Kommt zu mir, ihr alle, die ihr euch abmüht und belastet seid! Bei mir werdet ihr Ruhe finden.” (Matthäus 11,28)
Gleichzeitig ist Gottes Gegenwart keine “Tankstelle”, die man immer wieder aufsuchen und dann auch wieder verlassen sollte, sondern ein Raum für jeden Moment unseres Lebens (vgl. die Aufforderung Gottes an Abraham: „Wandle vor mir!"" (1. Mose 17,1b)) – und eine Kraft, die uns verwandeln kann und will.

Die Melodie nimmt das Aufblicken auf Gott mit den immer wiederkehrenden Worten “Vor dir” in den Strophen auf – diese melodische Linie wird im Refrain bei ""deinem Licht"", ""deinen Willen"", ""deinen Wegen"" fortgeführt.

Achtung Stolperstein: In vielen Kontexten hat sich bei diesem Lied zu Beginn des Verses auf (“Herz zur Ruhe”) eine alternative Rhythmisierung verbreitet.

Text: Johanna Schmidt, Melanie Schmidt
Musik: Johanna Schmidt, Melanie Schmidt, Daniela A. Bauer, Richard Schmidt
© 2011 SCM Hänssler, 71087 Holzgerlingen

Eine sprachliche Finesse zeichnet den A-Teil dieses Lieds aus: Jeweils das letzte Wort einer Textzeile reimt sich mit dem nächsten Verb: „… wenn alles geht? Was steht…“ – „… wenn alles fällt? Was hält…“ – „… wenn alles bricht? Was spricht…“.

Der Refrain dieses kurzen Lieds bezieht sich auf Römer 8:
„Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch eine andre Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn.“ (Römer 8,38+39)

Text: Markus Witzgall
Musik: Markus Witzgall
© Faithlift Music, Ravensburg

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Ein Abendlied, das zunächst den Alltagstrubel abschließt (Strophe 1), um die Nähe Gottes zu suchen und den Fokus auf die Mitte unseres Glaubens zu richten. Bemerkenswert ist, dass an dieser Stelle (Strophe 2) auch anklingt, wie uns das Konzentrieren auf Gott nicht immer gleich gut gelingt: „Wenn alles gesagt ist, / durchdacht und gefragt ist, / dann find ich ins Auge des Sturms. / Mal muss ich mich schleppen, / dann eil ich die Treppen / hinauf zu der Spitze des Turms.“

Wie in vielen wertvollen Abendliedern kommt auch die Ewigkeitsperspektive zum Klingen: „… am Ziel meiner Reise / ganz friedvoll und leise / hinüberzugehn in dein Land.“ (Strophe 4)

Der Refrain zitiert dieses Psalmwort: „Bei dir ist die Quelle des Lebens, und in deinem Lichte sehen wir das Licht.“ (Psalm 36,10)

Mit der gewissen Textdichte und dem rhythmisch eventuell herausfordernden 6/8-Takt ist das Lied vielleicht eher ein Vortragslied als ein Lied für eine große Gemeinde.

Text: Arne Kopfermann
Musik: Arne Kopfermann
© 2015 SCM Hänssler, 71087 Holzgerlingen

Nach der nachdenklichen ersten Strophe („… mühn uns und finden den Weg oft nicht“) blickt die Strophe 2 etwas zuversichtlicher nach vorne: „Freun uns auf die Zukunft, sehen offne Türen, / gehn im Vertraun: Gott wird bei uns sein.“

Der Pre-Refrain „Auf allen unsern Wegen / kommt er uns entgegen“ kann eine kritische Frage aufwerfen und zum Gespräch anregen: Was ist mit unseren Wegen, die gar nicht gut sind – kommt Gott uns da etwa auch entgegen?

Dieses Lied war ein Lied zur Jahreslosung 2000: „Wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen“ (Jeremia 29,13+14). Im Refrain wird dieser Bibelvers fast wörtlich übernommen – lediglich in die „Wir“-Perspektive übertragen.

Text: Christoph Zehendner
Musik: Albert Frey
© Verlag Reinhard Kawohl, Wesel

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Dieses Lied ist ein umsichtiger Impuls für den Blick „über den Tellerrand hinaus“ und dadurch ein wichtiges Statement im Umgang mit Menschen anderer Religion. Aufgegriffen werden zwei verschiedene Bibelworte aus der Bergpredigt Jesu:

„Was siehst du den Splitter in deines Bruders Auge und nimmst nicht wahr den Balken in deinem Auge? Oder wie kannst du sagen zu deinem Bruder: ‚Halt, ich will dir den Splitter aus deinem Auge ziehen’, und siehe, ein Balken ist in deinem Auge. Du Heuchler, zieh zuerst den Balken aus deinem Auge; danach sieh zu, wie du den Splitter aus deines Bruders Auge ziehst.“ (Matthäus 7,3-5)
„Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte.“ (Matthäus 5,25)

Sehr sensibel ist der Wunsch im Refrain formuliert: „Ich wünsche nur jedem, den Retter zu kennen / und Gott nicht nur Herr, sondern Vater zu nennen.“ Dass wir Kinder Gottes sein können, das ist es, was unseren Glauben ausmacht. Und gleichzeitig erfolgt noch eine biblische Ermahnung: „Wer meint, er stehe, mag zusehen, dass er nicht falle.“ (1. Korinther 10,12)

Text: Albert Frey
Musik: Albert Frey
© 2006 FREYKLANG adm. by Gerth Medien, Asslar

Im Hauptteil „Gottesdienst“ sind die Lieder so angeordnet, dass sie den Ablauf eines Gottesdienstes abbilden: Es beginnt mit Liedern zum „Ankommen“, nach „Psalm“ und „Kyrie“ geht es über das „Gloria“ zur „Verkündigung“ bis hin zu „Segen & Sendung“.

Als erstes Lied in diesem ersten Teil und quasi als „Opener“ im Gottesdienst-Liederbuch daher: „Wir sind willkommen“. Es beschreibt, wie wir alle in unserer Unterschiedlichkeit und auch Unzulänglichkeit bei Gott willkommen sind.

Ein reizvoller 6/8-Takt, der nicht zu schnell angestimmt werden sollte, damit die Sechzehntel noch gut realisierbar bleiben. Eine kreative Idee könnte sein, auch nur den Refrain – als Chorus – anstelle oder als Ergänzung des Votums im Eingangsteil des Gottesdienstes zu singen.

Text: Arne Kopfermann, Samuel Jersak
Musik: Arne Kopfermann, Samuel Jersak
© 2017 SCM Hänssler, 71087 Holzgerlingen

Abendmahl und Psalm 23 in einer wunderbaren Kombination: das ist Lothar Kosses Klassiker „Wunderbarer Hirt“. Der charakteristische Bass-Lauf die G-Dur-Tonleiter hinunter geht sofort ins Ohr und korrespondiert wunderbar mit der entsprechenden Melodie. Textlich wird der „bereitete Tisch im Angesicht meiner Feinde“ zum Abendmahlstisch und der schwibbeli-schwabbeli volle Becher (so eine alte Schweizer Übersetzung) wird zum Kelch des Heils.

Das Gesamttempo ist langsam (Viertel = 60). Dann werden die Sechzehntel auch nicht hektisch. Allerdings ist dann auf eine Ruhe ausstrahlende Begleitung und einen „langen Atem“ zu achten.

Text: Lothar Kosse
Musik: Lothar Kosse
© Lothar Kosse, Praize Republic, Köln